Andrea Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden
Xaver Dussen vanAndrea Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden
Neue Präsidentin für den Bundesgerichtshof: Andrea Angerer soll im September das Amt übernehmen
Nächsten Monat soll eine neue Präsidentin für den Bundesgerichtshof (BGH) gewählt werden. Andrea Angerer, derzeitige Leiterin des Oberlandesgerichts Bamberg, wurde für die Position nominiert. Die Entscheidung fällt im Zuge des anstehenden Ruhestands der aktuellen BGH-Präsidentin Bettina Limperg Ende August.
Angerers juristische Laufbahn begann 1993 als Staatsanwältin in München. Später arbeitete sie im Bayerischen Justizministerium und bei der Europäischen Kommission. Ihr akademischer Werdegang umfasst eine Promotion an der Freien Universität Berlin.
Ihre richterliche Erfahrung erstreckt sich über mehrere Gerichte, darunter das Landgericht München II, das Oberlandesgericht München und den Bayerischen Verfassungsgerichtshof. 2023 wurde sie zur Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg ernannt.
Der Vorschlag, Angerer zur BGH-Präsidentin zu berufen, ging von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus und wird von der SPD unterstützt. Das Bundesjustizministerium hat bereits seine Zustimmung signalisiert. Am 10. Juni wird der Richterwahlausschuss – bestehend aus 16 Landesjustizministern und 16 Bundestagsabgeordneten – über ihre Wahl zur BGH-Richterin abstimmen. Eine abschließende Kabinettsentscheidung wird dann ihre Ernennung zur Präsidentin bestätigen.
Bei Zustimmung wird Angerer im September die Nachfolge von Bettina Limperg antreten. Das Auswahlverfahren umfasst sowohl parlamentarische als auch Regierungs-Schritte, bevor ihre Berufung offiziell wird. Ihr juristischer Hintergrund und ihre Erfahrung in führenden Justizpositionen qualifizieren sie für das höchste Gericht des Landes.






