19 April 2026, 06:21

Anti-Duckface-Day: Warum ein Kölner Trio gegen den Schmollmund-Trend rebelliert

Cartoon eines Mannes in Zylinder und Frack vor einer Menge mit einer Stange und einem Zaun im Hintergrund, beschriftet mit "April Fool's Day" unten.

Anti-Duckface-Day: Warum ein Kölner Trio gegen den Schmollmund-Trend rebelliert

22. Juli: Anti-Duckface-Day – ein humorvoller Protest gegen den Schmollmund-Selbstie-Trend

Der 22. Juli steht im Zeichen des Anti-Duckface-Days, einer scherzhaften Initiative gegen den weitverbreiteten Trend, Selfies mit aufgereckt schmollenden Lippen zu machen. Die Aktion wurde 2011 vom Kölner Comedy-Trio Y-TITTY ins Leben gerufen, das sogar eine Hymne für den Anlass veröffentlichte. In diesem Jahr fällt der Tag zudem mit dem Pi-Approximation-Day zusammen – eine weitere skurrile Besonderheit des Datums.

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Beim Duckface-Trend handelt es sich um eine Pose, bei der vor allem Frauen ihre Lippen übertrieben spitzen, um auf Fotos besonders verführerisch oder niedlich zu wirken. Besonders in sozialen Medien und auf Dating-Profilen verbreitete sich dieser Stil rasant – oft mit dem Effekt, dass Nutzerinnen, die ihn einsetzten, mehr Nachrichten erhielten. Als spielerische Gegenbewegung rief Y-TITTY den Anti-Duckface-Day ins Leben, um gegen die überstrapazierte Mimik zu protestieren.

Die Premiere 2011 zog rund 21.000 Teilnehmer an und zeigte, wie groß das öffentliche Interesse war. Das Trio untermauerte die Kampagne mit einem Anti-Duckface-Song, den es auf YouTube hochlud, und verbreitete so seine Botschaft noch weiter. Seitdem wird der Tag jährlich begangen und ermutigt Menschen, auf den aufgesetzten Schmollmund zu verzichten – zugunsten natürlicherer Ausdrucksformen.

Die Kölner Comedians wollten mit ihrer Aktion die Absurdität des Trends aufzeigen – und trafen damit den Nerv vieler, die die Duckface-Pose als abgedroschen und übertrieben empfanden. Mittlerweile hat sich der Tag zu einer kleinen, aber lebendigen Tradition unter Social-Media-Nutzern entwickelt.

Der Anti-Duckface-Day bleibt eine humorvolle, aber durchaus treffende Kritik an Internet-Trends. Zwar ist die Schmollmund-Pose nach wie vor verbreitet, doch die Aktion bietet all denen eine Alternative, die den immergleichen Stil leid sind. Dass der Tag zunehmend bekannter wird, deutet darauf hin, dass der Duckface für manche längst ausgedient hat.

Quelle