28 April 2026, 08:48

Apotheken kämpfen um Überleben: Pharmazeutische Dienstleistungen drohen zu scheitern

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das "19 Millionen Amerikaner werden geschätzt jährlich 400 USD an Arzneikosten sparen".

Apotheken kämpfen um Überleben: Pharmazeutische Dienstleistungen drohen zu scheitern

Eine neue Studie zeigt, dass viele Apotheken in Deutschland mit den pharmazeutischen Dienstleistungen nach § 43a ApBetrO (pDL) kaum noch Gewinne erzielen können. Die im Auftrag der Freien Apothekerschaft erstellte Untersuchung belegt erhebliche finanzielle Herausforderungen – trotz ungenutzter Mittel in Höhe von 537 Millionen Euro. Experten warnen, dass diese Leistungen ohne Reformen langfristig nicht überlebensfähig sein könnten.

Laut der Studie machen mehr als die Hälfte der Apotheken bei der Durchführung von Bluthochdruck-Risikochecks Verluste, für die sie lediglich 11,20 Euro netto pro Untersuchung erhalten. Nur etwa jede dritte Apotheke schafft es, mit diesen Dienstleistungen kostendeckend zu arbeiten. Neben der geringen Vergütung belasten Personalmangel, hoher Verwaltungsaufwand, räumliche Engpässe und Spannungen mit anderen Gesundheitsberufen die Situation zusätzlich.

Gesundheitsministerin Nina Warken hatte kürzlich vorgeschlagen, die ungenutzten pDL-Mittel in die allgemeine Apothekenförderung umzuschichten. Die Studie rät jedoch davon ab und argumentiert, dass dies das grundlegende Problem der unzureichenden leistungsbezogenen Vergütung nicht löse. Die Freie Apothekerschaft unterstützt diese Position: Zwar verfügten Apotheken über das nötige Fachwissen für pDL-Leistungen, doch deckten die aktuellen Vergütungssätze oft nicht einmal die tatsächlichen Kosten.

Trotz häufigerer Abrechnung dieser Leistungen bleibt die Nachfrage schwach. Der Deutsche Apothekerverband fordert seit Langem höhere pDL-Honorare, um eine flächendeckende und wirtschaftlich tragfähige Bereitstellung der Dienstleistungen zu ermöglichen.

Die Studie appelliert an die Politik, die Vergütung für pDL-Leistungen auf ein existenzsicherndes Niveau anzuheben. Ohne Anpassungen könnten Apotheken diese Angebote künftig nicht mehr aufrechterhalten. Zudem betont die Untersuchung, dass eine bloße Umverteilung der ungenutzten Mittel die strukturellen wirtschaftlichen Probleme nicht beheben würde.

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