01 May 2026, 22:24

Apotheker kämpft gegen 4.000-Euro-Rückforderung der IKK classic

Schwarz-weiß-Foto eines vintage-apothekeninneren mit Theke, Schränken, einer Leiter und Regalen, die mit verschiedenen Gegenständen gefüllt sind, mit Text oben.

Apotheker kämpft gegen 4.000-Euro-Rückforderung der IKK classic

Ein Apothekeninhaber in Hessen wehrt sich gegen die Forderung, fast 4.000 Euro an die Krankenkasse IKK classic zurückzuzahlen. Andreas Grünebaum, Betreiber der Easy Apotheke, erhielt den Rückforderungsbescheid, nachdem der Versicherer fehlende Chargennummern in den elektronischen Abrechnungsunterlagen beanstandet hatte. Streitpunkt sind sieben Rezepturen, darunter ein hochpreisiges Medikament, dessen Kosten fast der gesamten geforderten Summe entsprechen.

Die IKK classic überprüft regelmäßig Apotheken auf die Einhaltung der Abrechnungsvorschriften. Bei einer solchen Routinekontrolle stellte der Versicherer fest, dass bei sieben abgerechneten Rezepte die Chargennummern in den übermittelten Daten fehlten. Darunter befand sich eine einzige Verordnung für Taltz 80 mg Injektionslösung im Wert von knapp 4.000 Euro.

Grünebaum hat gegen die Rückforderung Widerspruch eingelegt und argumentiert, dass die erforderlichen Chargennummern ordnungsgemäß in seinem Apotheken-Lagersystem erfasst wurden. Die Easy Apotheke nutzt die Software Pharmatechnik und hält sich an einen standardisierten Arbeitsablauf für alle Bestellungen und Abgaben. Der Inhaber besteht darauf, dass das Fehlen der Daten kein Versehen, sondern ein technisches Problem bei der Übertragung war.

Der Hessische Apothekerverband (HAV) unterstützt Grünebaum in seinem Vorgehen gegen die Forderung. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen zwischen Apotheken und Krankenkassen in Sachen Abrechnungsgenauigkeit und dem Umgang mit elektronischen Unterlagen.

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Über den Ausgang von Grünebaums Widerspruch ist noch nicht entschieden. Sollte die Rückforderung Bestand haben, müsste die Easy Apotheke 4.033,99 Euro an die IKK classic zurückzahlen. Der Streit wirft zudem Fragen auf, wie Chargendaten in Apotheken-Abrechnungssystemen übermittelt und geprüft werden.

Quelle