02 May 2026, 16:19

Apotheker schließen am 23. März bundesweit – der große Protest für faire Löhne beginnt

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler sparen werden, seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise aushandeln kann" mit einem Logo.

Apotheker schließen am 23. März bundesweit – der große Protest für faire Löhne beginnt

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Aktionstag am 23. März vor. An diesem Tag werden sie ihre Geschäfte schließen und zentrale Kundgebungen abhalten, um für bessere Bezahlung zu kämpfen. Die Proteste sind der Ausdruck jahrelanger Frustration über stagnierende Löhne in der Branche.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Demonstrationen beteiligen. Er hat die ausbleibenden Lohnerhöhungen öffentlich kritisiert und darauf hingewiesen, dass selbst ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdient als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung.

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Die Proteste richten sich nicht gegen die Bundesregierung oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), sondern gegen die Krankenkassen und deren jährliche Tarifverhandlungen für Angestellte. Fehske hatte sich kürzlich an den GKV-Spitzenverband – den Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen – gewandt und nach den Gehaltsgesprächen für AOK-Mitarbeiter gefragt. Seine Berechnungen zufolge würde eine Lohnerhöhung von sieben Prozent etwa eine Viertelmilliarde Euro pro Jahr kosten.

Zudem bat Fehske um die Erlaubnis, ein Foto als Protestplakat nutzen zu dürfen. Der GKV-Spitzenverband lehnte seinen Antrag ab und ignorierte seine Fragen mit der Begründung, seine Anfrage stelle keine Medienanfrage dar.

Die bundesweiten Schließungen und Kundgebungen am 23. März sollen die wachsende Unzufriedenheit unter Apothekern unterstreichen. Da der GKV-Spitzenverband nicht reagiert hat, zielen die Proteste darauf ab, die Krankenkassen unter Druck zu setzen, um die Lohnforderungen endlich anzugehen. Das Ergebnis könnte sich auf künftige Tarifverhandlungen für Apothekenmitarbeiter im ganzen Land auswirken.

Quelle