27 March 2026, 00:24

Baden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit rotierender Brache ab 2027

Weinplakat von Wiseman-Downs Co., Inc. (1910–1940), das Landmaschinen, Gartenzubehör und Samen bewirbt.

Baden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit rotierender Brache ab 2027

Baden-Württembergs Winzer erhalten bald neue Fördermöglichkeit für mehr Nachhaltigkeit

Ab 2027 führt das FAKT-II-Programm eine neue Maßnahme ein: die "Rotierende Brache im Weinbau" (E16). Damit sollen Bodenqualität und Artenvielfalt auf ehemaligen Weinbergflächen verbessert werden.

Das Programm ermöglicht Landwirten, ehemalige Rebflächen in Brachland umzuwandeln – allerdings nur, wenn das Gelände ursprünglich eine Pflanzerlaubnis für den Weinbau besaß. Antragsberechtigt sind aktive Winzer mit Flächen ab der vorgeschriebenen Mindestgröße. Pro Betrieb können bis zu drei Hektar gefördert werden.

Teilnehmende müssen eine vorgefertigte, mehrjährige Blühmischung (M3+) mit 10 bis 12 Kilogramm Saatgut pro Hektar aussäen. Individuelle Mischungen sind nicht erlaubt, und nach der Aussaat dürfen weder Düngemittel noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die Pflegevorschriften sehen alle zwei Jahre ein Mähen oder Mulchen vor – allerdings nur außerhalb der Brutzeit bodennistender Vögel und vor dem 16. November. Beweidung ist gestattet, jedoch ebenfalls mit Einschränkungen während der Vogelschutzperiode.

Die Förderung beträgt 2.500 Euro pro Hektar. Anträge müssen bis zum 15. Mai 2027 über das FIONA-System im Rahmen des Einheitlichen Antrags eingereicht werden. Die Maßnahme ist Teil der CAP-Förderperiode 2023–2027, die das FAKT-II-Programm um weitere nachhaltigkeitsorientierte Optionen erweitert.

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Mit der "Rotierenden Brache im Weinbau" unterstreicht Baden-Württemberg seinen Kurs, den Weinbau durch gezielte Förderung zu modernisieren. Durch die Förderung von Brachflächen sollen Böden regeneriert und die Biodiversität gesteigert werden. Berechtigte Winzer können ab Mitte 2027 Fördergelder beantragen – unter strengen Auflagen zur Flächennutzung und -pflege.

Quelle