Baden-Württemberg startet Großkampagne für mehr Sicherheit von Zweiradfahrern
Darko CarstenBaden-Württemberg startet Großkampagne für mehr Sicherheit von Zweiradfahrern
Landweite Sicherheitskampagne für Zweiradfahrer in Baden-Württemberg am 28. April 2026
Am 28. April 2026 startet in Baden-Württemberg eine landesweite Verkehrssicherheitsaktion, die sich gezielt an Fahrradfahrer, E-Scooter-Nutzer und Motorradfahrer richtet. Anlass ist ein deutlicher Anstieg der Unfälle: Allein im Jahr 2025 gab es über 16.800 verletzungsbedingte Vorfälle mit Zweirädern. Nun verschärfen die Behörden sowohl die Kontrollen als auch die Aufklärungsarbeit, um die Risiken im Straßenverkehr zu verringern.
Die Initiative folgt auf einen besorgniserregenden Anstieg von E-Scooter-Unfällen im vergangenen Jahr. Die Zahlen zeigen einen Zuwachs von mehr als einem Drittel im Vergleich zu 2024. Da Zweiräder mittlerweile über die Hälfte aller verletzungsbedingten Verkehrsunfälle in der Region ausmachen, sehen sich die Verantwortlichen zum Handeln veranlasst.
Über 1.300 Polizeibeamte werden im südlichen Schwarzwald im Einsatz sein und mehr als 300 Kontroll- und Präventionsmaßnahmen durchführen. Ein besonderer Fokus liegt auf illegalem Überholen auf Radwegen sowie auf Fahrzeugen, die Fahrradspuren blockieren.
Neben den strengeren Kontrollen zielt die Kampagne auf Aufklärung ab: Die Beamten werden mit Radfahrern, Motorradfahrern und Autofahrern ins Gespräch kommen, um auf typische Gefahrenquellen hinzuweisen. Ziel ist es, nachhaltige Verbesserungen für die Sicherheit aller Zweiradnutzer zu erreichen.
Der Aktionstag am 28. April verbindet verschärfte Überprüfungen mit Bewusstseinsbildung. Durch die gezielte Bekämpfung riskanten Verhaltens und die Förderung einer sichereren Verkehrsteilnahme hoffen die Behörden, die Unfallzahlen zu senken. Die Maßnahmen spiegeln die wachsende Sorge über die steigende Zahl von Verletzten unter Zweiradfahrern in der Region wider.






