14 April 2026, 22:20

Berliner Amtsgericht führt ab April digitale Zivilverfahren ein

Altes Buch mit dem Titel "Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall, auch die Meinung von John Lord Fortescue" aufgeschlagen

Berliner Amtsgericht führt ab April digitale Zivilverfahren ein

Ab 15. April führt das Amtsgericht Schönefeld in Berlin zivilrechtliche Verfahren vollständig digital durch. Die Umstellung folgt einem Beschluss des Senats zur Modernisierung des Zivilprozessrechts. Mit digitalen Werkzeugen – darunter Videoverhandlungen – soll das Verfahren für Kläger und Beklagte gleichermaßen zugänglicher werden.

Die Neuerung wurde von der Senatskanzlei bekannt gegeben, nachdem Justizsenator Felor Badenberg (CDU) den Vorstoß eingebracht hatte. Das neue System ermöglicht es, Zivilklagen bei Zahlungsforderungen bis zu 10.000 Euro komplett online abzuwickeln. Damit löst es die herkömmlichen papierbasierten Abläufe ab.

Ziel der Digitalisierung ist es, juristische Schritte für die Nutzer zu vereinfachen. Videoverhandlungen reduzieren die Notwendigkeit persönlicher Termine, während elektronische Akteneinsicht und Kommunikationswerkzeuge die Fallbearbeitung beschleunigen sollen. Das Projekt startet zunächst als Pilotvorhaben und bietet eine Alternative zu klassischen Gerichtsverhandlungen.

Badenbergs Vorschlag erhielt die Zustimmung des Senats und ebnete so den Weg für das Modellprojekt. Bei Erfolg könnte das System auf andere Berliner Gerichte ausgeweitet werden.

Der digitale Rechtsweg startet am 15. April am Amtsgericht Schöneberg. Getestet wird, ob Online-Klagen bei Bagatellverfahren Effizienz steigern können, ohne die Rechtssicherheit zu beeinträchtigen. Die Ergebnisse könnten künftige Reformen im Berliner Ziviljustizsystem prägen.

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