29 April 2026, 12:21

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Affäre zurück – Evers übernimmt doppelte Verantwortung

Logo der Berliner Finanzinitiative: ein blauer Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit blau-weißem Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit fetter schwarzer Schrift "Berlin Finance Initiative."

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Affäre zurück – Evers übernimmt doppelte Verantwortung

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag zurück, nachdem ein Bericht rechtswidrig bewilligte Fördergelder aufgedeckt hatte. Die parteilose Politikerin hatte Zuschüsse in Höhe von 2,6 Millionen Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus genehmigt. Ihr Rücktritt löste eine schnelle Umbesetzung in der Stadtregierung aus.

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Die Affäre begann, als der Berliner Rechnungshof Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Mittel monierte. Wedl-Wilson hatte 13 Projekte mit insgesamt 2,6 Millionen Euro bewilligt, doch der Bericht stellte fest, dass dabei gegen geltende Verfahren verstoßen worden war. Zunächst galt Thomas Heilmann (CDU) als ihr möglicher Nachfolger.

Doch nach einer Sitzung der CDU-Bezirksvorsitzenden änderte sich die Entscheidung. In Anwesenheit von Berlins Regierendem Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzendem Kai Wegner einigte man sich auf Stefan Evers als neuen Kultursenator. Evers, der bereits als Finanzsenator amtiert, wird nun beide Ressorts bis zur Landtagswahl im September 2026 leiten.

Zudem führt Evers die Verhandlungen über den Hauptstadtfinanzierungsvertrag, der die Finanzierung des Kulturbereichs sichert. Er bestätigte, die zusätzliche Aufgabe in den kommenden Monaten zu übernehmen, um in beiden Bereichen Kontinuität zu gewährleisten.

Damit übernimmt Evers bis zur Wahl die Verantwortung für zwei zentrale Senatsverwaltungen. Durch Wedl-Wilsons Rücktritt entsteht zwar eine vorübergehende Lücke, doch die CDU strebt mit dieser Personalie nach Stabilität. Die Förderung von Kulturprojekten und Antisemitismus-Prävention liegt nun in seinen Händen.

Quelle