20 April 2026, 00:54

Bundeswehr rüstet um: Neue Sturmgewehre von Heckler & Koch im Fokus

Schwarz-weiß-Foto von verschiedenen Waffen, Munition und Gegenständen, die auf einer Oberfläche verstreut sind, mit Text unten.

Bundeswehr rüstet um: Neue Sturmgewehre von Heckler & Koch im Fokus

Die deutschen Streitkräfte stehen vor einem grundlegenden Wechsel bei den Sturmgewehren. Die Bundeswehr stellt das G36 schrittweise außer Dienst und prüft gleichzeitig Nachfolgemodelle, darunter das HK416 und das MK556 von C.G. Haenel. Unterdessen hat Heckler & Koch sein Gewehrportfolio um zwei neue Modelle erweitert – das HK433 und dessen Variante im Kaliber .300 Blackout, das HK437.

Beide Waffen bieten moderne Merkmale und Flexibilität, die auf unterschiedliche Anforderungen von Militär und Polizei zugeschnitten sind. Das 2017 vorgestellte HK433 markiert die vierte Generation der Sturmgewehre von Heckler & Koch. In 5,56×45 mm NATO chamberiert, überzeugt es durch ein modulares Design mit austauschbaren Läufen, Griffstücken und Optik-Schnittstellen. Die Feuerrate liegt bei etwa 700 Schuss pro Minute, und es akzeptiert Standard-Magazine vom AR15-Typ.

Zusätzlich entwickelte das Unternehmen das HK437, eine .300-Blackout-Variante, die speziell für Spezialeinheiten und Polizeikräfte konzipiert wurde. Dieses Modell verfügt über einen modifizierten Verschluss, kürzere Laufoptionen von 17,8 oder 22,9 Zentimetern sowie ein überarbeitetes Magazin, das ein versehentliches Laden von 5,56-mm-Munition verhindert. Im Gegensatz zur MP5SD eignet es sich sowohl für Überschall- als auch für Unterschallmunition, was seine Reichweite und Vielseitigkeit erhöht.

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Die deutsche Bundeswehr ist bereits im Umstellungsprozess: Über die Hälfte der bestellten 1.750 HK416A7-Gewehre wurde an die Truppen ausgeliefert. Unter der Bezeichnung Sturmgewehr Spezialkräfte leicht (G95k) dient dieses Modell als leichtes Sturmgewehr für Spezialeinheiten. Das umfassendere Programm System Sturmgewehr Bundeswehr, das das G36 ersetzen soll, bleibt jedoch vorerst ausgesetzt, während die Verantwortlichen das HK416 und das MK556 von C.G. Haenel bewerten.

Sämtliche drei Gewehrfamilien von Heckler & Koch – das G36, das HK416 und nun das HK433/HK437 – kommen weltweit bei Sicherheitskräften zum Einsatz. Ihre Anpassungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit machen sie für vielfältige Missionen gefragt. Die Aufrüstung der Bundeswehr umfasst zwei zentrale Modelle: das HK416A7 für Spezialeinheiten und die noch ausstehende System-Sturmgewehr-Nachfolge für die regulären Truppen. Gleichzeitig bieten das HK433 und das HK437 moderne Alternativen mit modularen Bauweisen und Kaliberoptionen für unterschiedliche Einsatzszenarien. Diese Entwicklungen deuten auf einen doppelten Wandel in der deutschen Infanteriebewaffnung hin – eine Kombination aus bewährten Systemen und Technologien der nächsten Generation.

Quelle