05 April 2026, 00:55

CDU-Sozialdebatte spaltet Partei: Radtke warnt vor Wählerverlust vor Parteitag

Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" besagt und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Sozialstaat-Debatte: CDU-Arbeitsflügel fordert mehr Führung von Merz - CDU-Sozialdebatte spaltet Partei: Radtke warnt vor Wählerverlust vor Parteitag

Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerunion (CDA), hat die Behandlung der Debatte um den Sozialstaat durch seine Partei scharf kritisiert. Er warnte, dass die aktuelle Ausrichtung die öffentliche Unterstützung schwäche und der CDU in den Umfragen schade. Seine Äußerungen fallen nur wenige Tage vor dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart.

Radtke zeigte sich frustriert über die jüngsten CDU-Vorschläge zur Arbeits- und Sozialpolitik. Viele der Ideen seien zu stark von wirtschaftsliberalen Positionen geprägt und gefährdeten so die Verbindung der Partei zur Arbeitnehmerschaft, argumentierte er. Zudem sei die Kommunikation dieser Reformen mangelhaft, was die Wähler verunsichere und ihr Misstrauen schüre.

Die Umfragewerte der CDU haben insbesondere in Brandenburg stark gelitten. Die Zustimmung sank dort von früheren Werten im September 2025 auf nur noch 13 Prozent in einer INSA-Umfrage Mitte Januar 2026. Zwar gibt es keinen nachgewiesenen direkten Zusammenhang, doch fällt der Rückgang mit der anhaltenden Debatte über Sozial- und Arbeitsmarktreformen zusammen.

Radtke forderte Bundeskanzler Friedrich Merz auf, stärker Führung zu zeigen, um die Position der Partei zu einen. Zwar räumte er ein, dass Merz nicht für jedes Detail der Ausarbeitung verantwortlich sei, betonte aber die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung. Der anstehende Parteitag, auf dem Merz seine Wiederwahl als Parteivorsitzender anstrebt, könnte eine Weichenstellung werden.

Trotz seiner Kritik bleibt Radtke in einem Bereich optimistisch: dem geplanten Beschluss zu Mieten, Wohnungsbau und Wohneigentum. Hier sieht er die Chance, die CDU wieder auf praktische Lösungen auszurichten, die den Menschen direkt zugutekommen.

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Der CDU-Bundesparteitag beginnt an diesem Freitag in Stuttgart. Die Delegierten werden über Reformen debattieren, während Merz einer Abstimmung über seine Führung stellt. Das Ergebnis könnte entscheiden, ob die Partei ihren Kurs in der Sozialpolitik anpasst – oder riskiert, die Wähler weiter zu verprellen.

AKTUALISIERUNG

CDU's Merz faces direct criticism as approval plummets to 15% – Radtke warns of political disaster ahead of key elections

The CDU-Arbeitnehmerflügel has escalated tensions with Chancellor Friedrich Merz, directly challenging his leadership as approval for the government remains at a historic low of 15%. CDA-Chef Dennis Radtke now warns of a 'political disaster' if reforms fail to address worker concerns before the September state elections in Eastern Germany. Key developments include:

  • Radtke's public rebuke of Merz for prioritising economic-liberal policies over social cohesion.
  • Merz's controversial proposals to cut part-time work rights and increase working hours fueling internal dissent.
  • A stark warning that current policies risk alienating core CDU voter bases in critical regions.