Christian Ulmen steht wegen schwerer Vorwürfe seiner Ex-Frau vor Gericht
Xaver Dussen vanChristian Ulmen steht wegen schwerer Vorwürfe seiner Ex-Frau vor Gericht
Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren juristischen Vorwürfen ausgesetzt, nachdem seine Ex-Frau Collien Fernandes in Spanien eine 40-seitige Anzeige erstattet hat. Die Beschuldigungen umfassen Identitätsdiebstahl, die Verbreitung gefälschter expliziter Inhalte sowie das, was sie als "virtuelle Vergewaltigung" bezeichnet. Die Vorwürfe lenken die Aufmerksamkeit erneut auf Ulmens umstrittene Karriere, die oft von frauenfeindlichen Figuren und provokanten TV-Formaten geprägt war.
Der Fall wird derzeit von einem spanischen Gericht in einer Voruntersuchung geprüft. Im Mittelpunkt stehen Vorfälle, die sich laut Fernandes nach dem Umzug des Paares nach Mallorca im Jahr 2023 ereignet haben sollen.
Bekannt wurde Ulmen Mitte der 2000er-Jahre durch die ProSieben-Realityshow "Mein neuer Freund", in der er wöchentlich einen anderen schrecklichen Freund spielte – eine Rolle, in der er Frauen mit Beleidigungen und erniedrigendem Verhalten an ihre Grenzen trieb. Teilnehmerinnen, die das bis zum Ende ertrugen, erhielten ein Preisgeld.
Ein weiteres berüchtigtes Projekt war "Wer will meine Freundin vögeln?", eine Gameshow, in der Männer darum wetteiferten, wer die "heißeste" Freundin hatte. Die Aufgaben waren bewusst peinlich inszeniert und festigten Ulmens Ruf für einen Humor, der auf Provokation und Schockeffekte setzte. Eine seiner prägendsten Figuren war der adlige Alexander von Eich, ein reicher Aristokrat, der seine Freundin mit einem Stock herumkommandierte und sie mit dem Ruf "Franziskarrrrr!" drangsalierte.
Hinter den Kulissen wirft Fernandes Ulmen vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, sich auf Dating-Plattformen bewegt und unter ihrer Identität Telefonssex geführt zu haben. Diese Handlungen beschreibt sie als eine Form der "virtuellen Vergewaltigung". Ende 2025 erstattete sie offiziell Anzeige wegen Identitätsdiebstahls und der Verbreitung von KI-generierten Sexvideos, woraufhin das spanische Gericht die Ermittlungen aufnahm. Deutsche Behörden haben sich nicht eingeschaltet, da der Fall in die spanische Zuständigkeit fällt.
Fernandes ging mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit und berief sich dabei auf die Worte der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Ihre Entscheidung, sich zu äußern, rückt Ulmens frühe Arbeiten in ein neues Licht, in denen Kritiker nun "offensichtliche Warnsignale" erkennen. Als die Beziehung des Paares 2010 bekannt wurde, fragten sich manche, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen mit einer "hübschen, aber austauschbaren" Viva-Moderatorin wie Fernandes zusammen sei – eine Dynamik, die angesichts der aktuellen Vorwürfe nun in düsterem Kontext erscheint.
Die Voruntersuchung des spanischen Gerichts wird entscheiden, ob es zu einer offiziellen Anklage gegen Ulmen kommt. Fernandes' Anzeige umfasst unter anderem gefälschte Nacktfotos, KI-erstellte Videos und Identitätsvortäuschung – allesamt Vorfälle, die sich laut ihren Angaben nach dem Umzug nach Mallorca ereignet haben sollen. Das Ergebnis des Verfahrens könnte sowohl rechtliche als auch berufliche Konsequenzen für Ulmen haben, dessen Karriere seit jeher auf umstrittenen, oft frauenfeindlichen Auftritten beruht.






