15 May 2026, 20:23

Daimler weitet Rückruf defekter Takata-Airbags in Nordamerika aus

Sicherheitsairbag ist im Bild zu sehen.

Daimler weitet Rückruf defekter Takata-Airbags in Nordamerika aus

Daimler erweitert den Rückruf von Fahrzeugen mit defekten Takata-Airbags in Nordamerika. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der Gasgeneratoren, die mit gefährlicher Wucht explodieren und Metallteile in den Innenraum schleudern können. Bisher wurden in Europa keine derartigen Vorfälle gemeldet, was auf die unterschiedlichen Klimabedingungen zurückzuführen ist.

Das Problem geht auf die Airbag-Gasgeneratoren von Takata zurück, die nach langfristiger Einwirkung von Hitze und Feuchtigkeit zu heftig auslösen können. Dieser Defekt steht im Zusammenhang mit mindestens elf Todesfällen und Dutzenden Verletzungen weltweit. Das Unternehmen kämpft finanziell mit den Folgen, da Ersatzteile weiterhin knapp sind.

Daimler hatte bereits 2015 rund 840.000 Fahrzeuge in den USA zurückgerufen und dafür 340 Millionen Euro bereitgestellt. Nun muss die Aktion auf weitere etwa 200.000 Fahrzeuge in den USA und Kanada ausgeweitet werden, bei denen die Beifahrer-Airbags auf der Frontseite betroffen sind. Für die Rückrufkosten im laufenden Geschäftsjahr hat das Unternehmen mehrere hundert Millionen Euro eingeplant.

Unterdessen hat die US-amerikanische Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) den Rückruf von bis zu 40 Millionen zusätzlichen Takata-Airbags angeordnet. Damit handelt es sich um den größten Rückruf in der Geschichte der US-Automobilbranche.

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Die Erweiterung des Rückrufs betrifft vor allem Fahrzeuge in Regionen, in denen anhaltende Hitze und Feuchtigkeit das Risiko eines Defekts erhöhen. Daimler verzeichnete in Europa, wo solche Klimabedingungen selten sind, bisher keine Zwischenfälle. Das Unternehmen arbeitet weiterhin im Rahmen einer laufenden Sicherheitsoffensive an der Lösung des Problems.

Quelle