27 April 2026, 16:27

Energiewende in Deutschland: Warum die Kohlezeit langsam endet

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiewende in Deutschland: Warum die Kohlezeit langsam endet

Deutschlands Energiewende: Abkehr von Kohle und Atomkraft

Seit 2011 wurden in Deutschland keine neuen Kohlekraftwerke mehr gebaut, und sechs geplante Projekte wurden aufgegeben. Das Land setzt stattdessen auf bestehende Anlagen und treibt den Ausbau von Gas- und erneuerbaren Energien voran.

Die letzte Welle des Kohlekraftwerksbaus in Deutschland begann zwischen 2005 und 2009. Solche Projekte benötigten in der Regel etwa fünf Jahre bis zur Fertigstellung. Seither wurden keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt oder in Angriff genommen.

2011, nach dem beschlossenen Atomausstieg, vollzog der Energiesektor einen deutlichen Wandel: Sechs Kohleprojekte wurden gestrichen, und seitdem wurden keine neuen mehr gestartet. Bei den heutigen Strompreisen bleiben alle verbleibenden konventionellen Kohlepläne vorerst auf Eis.

Trotz dieser Verlangsamung gingen 2021 noch zwei Kohlekraftwerke ans Netz, und acht weitere befinden sich noch im Bau – ein Zeichen dafür, dass ältere Projekte weitergeführt werden. Da jedoch seit 2009 keine neuen Genehmigungen mehr erteilt wurden, deutet der Trend auf einen Rückgang der Kohleabhängigkeit hin.

Die deutsche Energiepolitik konzentriert sich nun auf Erdgas und erneuerbare Energien. Falls die Ziele im Emissionshandel ehrgeizig bleiben, könnte das Land bis 2016 vollständig aus Atom- und Kohlekraft aussteigen. Der Stopp neuer Kohleprojekte markiert einen klaren Schritt in diese Richtung.

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