02 April 2026, 08:24

Europawahl 2024: 4,8 Millionen 16-Jährige dürfen erstmals wählen – und die AfD wirbt gezielt um sie

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau hervorgehoben, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Europawahl 2024: 4,8 Millionen 16-Jährige dürfen erstmals wählen – und die AfD wirbt gezielt um sie

Deutschland hat das Wahlalter für die anstehenden Europawahlen auf 16 Jahre gesenkt. Durch diese Änderung erhalten rund 4,8 Millionen junge Deutsche erstmals die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem politische Parteien – darunter auch die rechtspopulistische AfD – gezielt jüngere Wähler mit Social-Media-Kampagnen und maßgeschneiderten Botschaften ansprechen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wirbt besonders intensiv um die Gunst junger Wähler. Bei der Europawahl 2019 erhielt die Partei 7 Prozent der Stimmen von Deutschen zwischen 18 und 29 Jahren. Aktuelle Umfragen deuten nun darauf hin, dass etwa 22 Prozent der 14- bis 29-Jährigen die AfD unterstützen würden – wobei junge Männer der Partei stärker zuneigen als junge Frauen.

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Die Partei setzt auf Plattformen wie TikTok, um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Allerdings gerät ihr Spitzenkandidat, der Europaabgeordnete Maximilian Krah, wegen des Vorwurfs, Zahlungen aus Russland erhalten zu haben, zunehmend unter Druck.

Trotz des wachsenden Zuspruchs für die AfD bekunden viele junge Deutsche weiterhin ihre Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass 84 Prozent der 15- bis 24-Jährigen die Vorteile der EU für Deutschland erkennen. Gleichzeitig ist das Vertrauen in das Europäische Parlament gesunken: Nur noch 41 Prozent dieser Altersgruppe bewerten es in diesem Jahr positiv – 2021 waren es noch 51 Prozent.

Die Herabsetzung des Wahlalters bringt Millionen neuer Wähler in die Europawahl ein. Ihre Entscheidungen könnten das Ergebnis beeinflussen, insbesondere da Parteien wie die AfD ihre Bemühungen um diese Gruppe verstärken. Insgesamt zeigen sich unter jungen Deutschen ambivalente Trends: ein Mix aus EU-Skepsis und der anhaltenden Anerkennung ihrer Vorteile.

Quelle