11 May 2026, 04:20

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert dringend Entlastung bei der Kreisumlage

Plakat, das besagt, dass mindestens 30 % der berechtigten Schuldner in jedem Kongresswahlbezirk vollständig für die Schuldenbefreiung genehmigt wurden, mit einem Logo in der rechten unteren Ecke und ein paar Menschen mit Hüten im Hintergrund.

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert dringend Entlastung bei der Kreisumlage

Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem Finanzdruck durch die steigende Kreisumlage. Dieser jährliche Pflichtbeitrag an den Kreis finanziert regionale Leistungen, belastet jedoch zunehmend die Haushalte der Kommunen. Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert nun dringend Entlastungsmaßnahmen, um die Gemeinden zu entlasten.

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Die Kreisumlage ist ein fester Betrag, den die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss jährlich entrichten müssen. Zwar sichert sie wichtige kreisweite Dienstleistungen, doch die stetig steigenden Kosten zehren an den lokalen Budgets. Schulen, Kitas, Straßen und soziale Programme leiden unter den knapper werdenden Mitteln.

Bürgermeister Krützen warnt, dass die wachsenden Abgaben die Handlungsfähigkeit der Kommunen bei zukünftigen Investitionen gefährden. Bis 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen Grevenbroichs voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die Kreisumlage vollständig zu decken – weitere Kürzungen bei Leistungen wären die Folge.

Als Lösung schlägt Krützen ein verbindliches Sparziel im Kreishaushalt vor. Er plädiert für eine verpflichtende Kürzung von zwei Prozent, den sogenannten Globalen Minderaufwand, um die finanzielle Belastung der Städte zu begrenzen. Viele Kommunen setzen bereits ähnliche Sparmaßnahmen ein, und Krützen sieht darin einen fairen Weg, wie der Kreis die besonders betroffenen Gemeinden unterstützen kann.

Starke lokale Verwaltung sei seiner Meinung nach entscheidend für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Ohne Entlastung werde sich die finanzielle Schere für die Gemeinden in der Region weiter verschärfen.

Das Ziel des Sparvorschlags ist es, eine stabilere Finanzierung der kommunalen Leistungen zu sichern. Wird die Maßnahme umgesetzt, könnte sie den Städten helfen, wichtige Projekte und soziale Angebote aufrechtzuerhalten. Bis dahin bleibt die steigende Kreisumlage eine harte Belastungsprobe für die Finanzkraft der Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss.

Quelle