04 April 2026, 16:21

Freiburgs Gala für die Ukraine: Vom Nothilfepaket zum Traumazentrum in Lwiw

Offenes Buch mit einer detaillierten Illustration aus dem 16. Jahrhundert von Lviv, Ukraine, das Gebäude, Bäume, Pflanzen, Wasser und Text auf den Seiten zeigt.

Freiburgs Gala für die Ukraine: Vom Nothilfepaket zum Traumazentrum in Lwiw

Wohltätigkeitsgala in Freiburg unterstreicht anhaltende Unterstützung für die Ukraine

Eine Wohltätigkeitsgala in Freiburg hat die laufenden Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine in den Fokus gerückt, während sich der Krieg dem dritten Jahr nähert. Die von Charlotte Schönberger ausgerichtete Veranstaltung brachte Vertreter beider Städte zusammen, um über langfristige Hilfsprojekte und Wiederaufbauinitiativen zu diskutieren. Dazu zählt auch das geplante Trauma- und Rehabilitationszentrum in Lwiw, das unter anderem durch eine Million Euro aus Freiburg mitfinanziert wird.

Zu den Rednern gehörten Freiburgs Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann, der Kriegsverbrechen in Kiew untersucht hat, sowie Tetjana Chabibrachmanowa vom Lwiwer Rathaus. Ihre Berichte verdeutlichten den Wandel von der akuten Nothilfe hin zu nachhaltigen Wiederaufbaumaßnahmen in der Region.

Als Russland vor fast drei Jahren in die Ukraine einmarschierte, konzentrierte sich die erste Hilfe aus Freiburg auf dringende Bedürfnisse: Medikamente, Generatoren und Stromaggregate wurden als Erstes geliefert, gefolgt von Lebensmitteln, Spielzeug und Trostspendern wie Stofftieren. Mit der Zeit verlagerte sich die Unterstützung der Stadt jedoch auf langfristige Lösungen.

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Lwiw, eine wichtige Partnerstadt, bleibt tief von den Folgen des Krieges geprägt. Rund 50.000 ihrer Soldaten kämpfen derzeit an der Front, und der Alltag wird von Schweigeminuten für die Gefallenen unterbrochen. Das Traumazentrum der Stadt, dessen Eröffnung für den Frühling geplant ist, wird in einem umgebauten alten Kraftwerk untergebracht sein. Die Einrichtung ist Teil des Maysternya-Projekts und wird eng mit dem Rehabilitationszentrum Unbroken zusammenarbeiten, um medizinische und psychologische Betreuung für Kriegsopfer und ihre Angehörigen anzubieten.

Anke Wiedemann, Leiterin der internationalen Beziehungen Freiburgs, betonte die Bedeutung von Investitionen in die Traumahilfe. Die eine Million Euro, die die Stadt zugesagt hat, spiegeln einen größeren Trend wider: Bis April 2026 werden rund 15 deutsche Städte und Regionen – darunter München, Hamburg und Berlin – ähnliche Projekte gestartet haben. Beispiele sind das 2024 eröffnete Münchner-Uschhoroder Traumazentrum sowie der Hamburger Fonds für den Wiederaufbau Kiews, der im Folgejahr eingerichtet wurde.

Die Gala im St.-Ursula-Gymnasium markierte den Auftakt der jüngsten Kampagne Freiburgs. Bürger sammeln nun zusätzliche Spenden, um das Zentrum in Lwiw auszustatten, und festigen so die Verbindung zwischen den beiden Städten.

Das Traumazentrum in Lwiw soll im Frühling seinen Betrieb aufnehmen und spezialisierte Versorgung für Kriegsverletzte anbieten. Mit der finanziellen Unterstützung Freiburgs und der wachsenden Hilfe anderer deutscher Regionen steht das Projekt für einen Wandel hin zum Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur und der psychologischen Betreuung. Die langfristigen Wiederaufbauanstrengungen werden fortgesetzt, während der Konflikt in sein drittes Jahr geht.

Quelle