29 March 2026, 04:21

Frühwarnzeichen erkennen: Wie Fachkräfte Radikalisierung bei Geflüchteten vorbeugen können

Eine Gruppe von Menschen h"lt eine Fahne mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Frühwarnzeichen erkennen: Wie Fachkräfte Radikalisierung bei Geflüchteten vorbeugen können

Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) veranstaltet Online-Seminar zu Frühwarnzeichen von Radikalisierung unter Geflüchteten

Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) hat ein digitales Fachseminar durchgeführt, um Fachkräfte dabei zu unterstützen, frühe Anzeichen von Radikalisierung bei Geflüchteten zu erkennen. Rund 200 Teilnehmende nahmen an der Veranstaltung teil, die sich mit Risikoerkennung und Präventionsstrategien befasste. Das Seminar war Teil eines umfassenden Schulungsprogramms für Personen, die in der Geflüchtetenhilfe tätig sind.

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Das bei der Landespolizeidirektion Baden-Württemberg (LKA) angesiedelte konex organisierte die Veranstaltung unter dem Titel "Risiken und Warnsignale möglicher Radikalisierung bei Menschen mit Fluchterfahrung erkennen". An den Diskussionen beteiligten sich Expertinnen und Experten des Landesamts für Verfassungsschutz. Eine Aufzeichnung steht nun Fachkräften zur Verfügung, die nicht teilnehmen konnten.

Bettina Rommelfanger, Polizeidirektorin und Geschäftsführerin von konex, erläuterte, dass es darum gehe, den Teilnehmenden Werkzeuge an die Hand zu geben, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu handeln. Dr. Daniel Köhler, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, betonte, dass Radikalisierung ein komplexes Phänomen sei, das frühzeitige Interventionen und stabile soziale Netzwerke erfordere.

Die Veranstaltung war Teil einer modularen Schulungsreihe, zu der auch Präsenzworkshops und maßgeschneiderte Fortbildungen zu Deradikalisierungsmaßnahmen gehören. konex bietet zudem laufende Beratung und Informationen für von Extremismus Betroffene an. Zwar gibt es ähnliche Einrichtungen in anderen Bundesländern – etwa in Rheinland-Pfalz –, doch bundesweit existiert bisher kein vergleichbares Pendant zu konex.

Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Behörden, um wirksame Präventionsprogramme umzusetzen. Fachkräfte, die weitere Informationen oder Unterstützung benötigen, können konex per E-Mail unter [email protected] kontaktieren oder die Website www.konex-bw.de besuchen. Das Zentrum baut seine Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren der Geflüchtetenarbeit in der Region weiter aus.

Quelle