05 May 2026, 22:52

"Grüne Ufer" feiert düstere Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater

Ein altes Illustrationstitel "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rand vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert düstere Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater

Premiere einer neuen Bühnenfassung von Gennadi Alexejews Roman „Grüne Ufer“ in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat eine neue Theateradaption von Gennadi Alexejews Roman „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert. Die von Lilia Bornaschewa inszenierte Produktion erzählt eine düstere Liebesgeschichte zwischen einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer Sängerin russischer Romanzen aus der Zeit vor der Revolution. Aufgeführt wurde das Stück im privaten „Tvary“-Theater der Stadt, wo Geschichte und Fantasie auf der Bühne verschmelzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Roman „Grüne Ufer“ entstand durch einen Zufallsfund: Alexejew stieß auf ein Herrenhaus, das einst Anastasia Wjalzewa gehörte, einer berühmten Romanzen-Sängerin der vorrevolutionären Zeit. Inspiriert von ihrem Schicksal webte er eine Erzählung, in der Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen.

Auf der Bühne verkörpert Oleg Dulenkin den Leningrader Schriftsteller – eine Figur, die stark an Alexejew selbst erinnert. Jelena Iwanowa übernimmt gleich neun verschiedene Rollen, darunter die der tragisch endenden Sängerin Ksenija Brjanzewa. Die Inszenierung hält sich an das bittersüße Finale des Romans, in dem die Liebenden erst im Tod zueinanderfinden.

Regisseurin Lilia Bornaschewa, die auch das Bühnenstück adaptierte, betonte Alexejews persönliche Verbindung zur Geschichte. Zudem ordnete sie „Grüne Ufer“ unter den drei bedeutendsten Fantasiewerken ein, die sich mit parallelen Existenzformen beschäftigen. Die Mischung aus historischem Detailreichtum und übernatürlichen Elementen hat seit der Premiere besondere Aufmerksamkeit erregt.

Die Uraufführung im „Tvary“-Theater markiert die erste Bühnenumsetzung von Alexejews Roman in Jekaterinburg. Iwanowas vielschichtiges Spiel und Dulenkins Darstellung des Schriftstellers prägen die Produktion. Das tragische Ende des Stücks lässt das Publikum über Liebe, Zeit und die Grenzen zwischen Realität und Fantasie nachdenken.

Quelle