Gruppe lockt schwule Männer in Fallen – jetzt beginnt der Prozess wegen Raubüberfällen
Xaver Dussen vanGruppe lockt schwule Männer in Fallen – jetzt beginnt der Prozess wegen Raubüberfällen
Sechs Angeklagte, darunter junge Erwachsene und Minderjährige, müssen sich vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) wegen schwerer Raubdelikte verantworten. Laut Staatsanwaltschaft lockte die Gruppe schwule Männer mithilfe gefälschter Dating-Profile an, um sie anschließend zu überfallen und auszurauben.
Der Prozess sorgt wegen der Art der Taten und des Alters der Beschuldigten für Aufsehen. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe, die Angeklagten hätten auf Dating-Plattformen falsche Identitäten angelegt, um Opfer in abgelegene Gegenden zu locken. Dort sollen sie die Männer dann angegriffen, beraubt und mit homophoben Beleidigungen gedemütigt haben.
Ermittler betonen, es gebe keine Hinweise auf eine organisierte kriminelle Vereinigung oder politische Motive hinter den Taten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten jedoch vor, die Übergriffe systematisch dokumentiert zu haben.
Teile der Verhandlung fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Beschuldigten minderjährig sind. Das Urteil wird jedoch in einer öffentlichen Sitzung verkündet.
Das Landgericht Frankfurt (Oder) hat die Urteilsverkündung für Dienstag, den 12. September 2023, um 9:00 Uhr angesetzt. Die Entscheidung wird über die Schuld oder Unschuld aller sechs Angeklagten entscheiden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Strafen wegen Raubes, Körperverletzung und hassmotivierter Straftaten. Trotz früherer Einschränkungen bei der Prozessöffentlichkeit wird das Urteil öffentlich bekannt gegeben.






