Güterzug-Chaos bei der Bahn: Industrie drohen Milliardenverluste durch Verspätungen
Xaver Dussen vanGüterzug-Chaos bei der Bahn: Industrie drohen Milliardenverluste durch Verspätungen
Deutsche Industrien drohen Milliardenverluste durch anhaltende Güterzug-Verspätungen im Netz der Deutschen Bahn
Die Automobil-, Stahl- und Chemieindustrie leiden unter einem drastischen Rückgang der Transportkapazitäten auf der Schiene. Unternehmen kämpfen mit Lieferengpässen, die die Produktion gefährden, weil Waren nicht rechtzeitig eintreffen.
Die Stahlbranche ist besonders abhängig vom Schienennetz – rund die Hälfte aller Transporte erfolgt per Bahn. Im Werk Eisenhüttenstadt von ArcelorMittal sind die Erzreserven aufgrund der Verspätungen kritisch niedrig. Die Stahlproduktion wurde bereits gedrosselt, um Engpässe zu vermeiden.
Auch die Chemieindustrie ist schwer betroffen: Jährlich werden fast 25 Millionen Tonnen chemischer Produkte per Bahn transportiert. Durch die Störungen mussten einige Werke ihre Produktion verlangsamen und sehen sich steigenden Kosten gegenüber.
Die Autoindustrie verzeichnet ebenfalls einen Rückgang der verfügbaren Schienentransportkapazitäten, was die ohnehin angespannten Lieferketten weiter verschärft. Ersatzbusse sind für den Schwerlasttransport keine praktikable Lösung. Die Deutsche Bahn wird aufgefordert, umgehend zu handeln – durch bessere Planung und die Priorisierung von Güterzügen, insbesondere auf Ausweichstrecken.
Ohne schnelle Maßnahmen werden die Verspätungen weiterhin erhebliche Wirtschaftszweige belasten. Stahl- und Chemiehersteller drosseln bereits die Produktion wegen unzuverlässiger Transporte. Eine Bevorrechtigung von Güterzügen könnte helfen, Störungen zu verringern und die Lieferketten zu stabilisieren.
