25 April 2026, 14:26

Lieferketten nach Corona: Warum Unternehmen an der Flexibilität scheitern

Offenes Buch mit einer Abbildung, die den Versorgungsfluss in den American Expeditionary Forces zeigt, das auf einer flachen Oberfläche liegt mit Text- und visuellen Komponenten der Lieferkette.

Lieferketten nach Corona: Warum Unternehmen an der Flexibilität scheitern

Eine neue Studie zeigt, dass Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben, ihre Lieferketten an die Folgen der Coronavirus-Pandemie anzupassen. Die von der Unternehmensberatung Camelot Management Consultants durchgeführte Untersuchung benennt zentrale Herausforderungen, um in den nächsten drei Jahren mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit zu erreichen. Viele Firmen sehen im Integrated Business Planning (IBP) eine Lösung – doch die Umsetzung stockt aufgrund operativer Hürden.

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Für den IBP-Radar 2020 befragte Camelot Fachleute aus global agierenden Unternehmen der Chemie-, Pharma-, Konsumgüter- und Fertigungsbranche. Die Ergebnisse zeigen: 80 Prozent der Führungskräfte halten IBP für entscheidend, um flexible Lieferketten aufzubauen. Dennoch haben über 70 Prozent der Befragten bisher nur grundlegende Versionen des Systems eingeführt.

Die Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass zwei Drittel der Unternehmen ihre Finanzabteilungen nicht in die IBP-Prozesse einbinden. Das größte Hindernis für eine breitere Nutzung ist die Notwendigkeit fachübergreifender Zusammenarbeit – ein Ansatz, mit dem viele Organisationen noch wenig vertraut sind. Camelot, eine auf Wertschöpfungsketten spezialisierte Beratung, betont, dass IBP Vertriebs-, Finanz- und Lieferkettenplanung in einem einzigen operativen Modell vereint.

Die Camelot Group mit Hauptsitz in Mannheim beschäftigt weltweit 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen kombiniert strategische Beratung mit technischem Know-how, um Betrieben zu mehr Resilienz in der Lieferkette zu verhelfen.

Die Pandemie hat Schwachstellen in den Unternehmens-Lieferketten offenbart und Firmen dazu gezwungen, Agilität und Liefertreue Priorität einzuräumen. Zwar gilt IBP als unverzichtbares Werkzeug, doch die meisten Unternehmen haben es noch nicht vollständig umgesetzt. Ohne bessere Verzahnung der Abteilungen wird es schwierig bleiben, in globalen Operations echte Flexibilität zu erreichen.

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