Mercedes setzt Blockchain ein, um Lieferketten nachhaltiger zu gestalten
Carolina LangeMercedes setzt Blockchain ein, um Lieferketten nachhaltiger zu gestalten
Mercedes-Benz startet Pilotprojekt: Blockchain-Technologie soll Nachhaltigkeit in Lieferketten überwachen
Mercedes-Benz hat ein Pilotprojekt gestartet, um mithilfe von Blockchain-Technologie die Nachhaltigkeit in seinen Lieferketten zu verfolgen. Die Initiative zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Umweltstandards nicht nur von direkten Zulieferern, sondern von jedem am Produktionsprozess beteiligten Unternehmen eingehalten werden. Damit unterstützt der Automobilhersteller sein übergeordnetes Ziel, bis 2039 eine klimaneutrale Pkw-Flotte zu realisieren.
Das Projekt baut auf einem im vergangenen Jahr entwickelten Blockchain-Prototypen auf. Es soll den Materialfluss und die damit verbundenen CO₂-Emissionen abbilden – beginnend bei besonders relevanten Komponenten wie Stahl, Aluminium und Batteriezellen. Eine Partnerschaft mit einem Batteriezellenhersteller und dem britischen Start-up Circulor soll die Umsetzung des Systems vorantreiben.
Zudem führt Mercedes-Benz Workshops mit Zulieferern durch, um Wege zur Reduzierung von CO₂-Emissionen zu erarbeiten. Im Rahmen der Testphase liegt der Fokus auf der Erfassung klimarelevanter Gase und Materialien in der Batterieproduktion. Dadurch will das Unternehmen die Transparenz erhöhen und die Nachhaltigkeit in seinem gesamten Liefernetzwerk vorantreiben.
Die gesammelten Daten sollen zeigen, ob die Zulieferer die Nachhaltigkeitsanforderungen der Daimler AG erfüllen – darunter der Nachweis, dass Rohstoffe umweltverträglich gewonnen und verarbeitet werden. Das Projekt ist Teil des Programms "Ambition2039", das eine vollständig klimaneutrale Neuwagenflotte innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte anstrebt.
Das auf Blockchain basierende System wird detailliertere Einblicke in Emissionen und die Beschaffung von Materialien ermöglichen. Gleichzeitig soll es Mercedes-Benz dabei helfen, strengere Nachhaltigkeitskriterien in der Beschaffung durchzusetzen. Bei Erfolg könnte der Ansatz künftig auf weitere Bereiche der Lieferkette ausgeweitet werden.






