25 April 2026, 02:22

Philipp Amthor fordert CDU zu mehr Engagement für Gleichberechtigung auf

Schwarzes und weißes Foto einer vielseitigen Gruppe von Frauen mit einer sitzenden Frau in der Mitte, verbunden mit dem Text "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

Philipp Amthor fordert CDU zu mehr Engagement für Gleichberechtigung auf

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, sich stärker für Gleichberechtigung einzusetzen. Er warnte davor, feministische Themen allein der Linken zu überlassen, und argumentierte, dass auch Konservative Fortschritte in diesem Bereich verteidigen müssten. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem er auf anhaltende Herausforderungen hinweist – darunter veraltete Klischees und die ungleiche Behandlung von Frauen im öffentlichen Leben.

Amthor vertritt seit Langem ambivalente Positionen zu feministischen Forderungen. So lehnte er 2019 zentrale Anliegen ab, etwa die Streichung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots und die Aufhebung von Werbeverboten für Schwangerschaftsabbrüche. Doch bereits 2023 setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein und bezeichnete dies als unnötige Bürokratie.

Zudem lehnte er verbindliche Paritätsregelungen für Parteikandidatenlisten ab und erklärte sie für verfassungswidrig. Dennoch betont er nun die Bedeutung der Bekämpfung alltäglicher Ungleichheiten, die seiner Meinung nach bei Protesten oft vernachlässigt würden.

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Der Politiker kritisiert, dass Frauen einer ungerechtfertigten Bewertung ausgesetzt seien – ihr Äußeres stehe häufig im Vordergrund, während ihre Argumente in den Hintergrund gerieten, ein Maßstab, der bei Männern selten angelegt werde. Biologischen Determinismus und starre Geschlechterrollen bezeichnet er als schädliche Relikte der Vergangenheit. Gleichzeitig warnt er vor den Versuchen der rechtsextremen AfD, Errungenschaften der Gleichstellung zurückzudrehen.

Amthor fordert mehr Bewusstsein für diese Themen sowie ein stärkeres Engagement von Männern für Gleichberechtigung. Die CDU solle sich dieser Fragen annehmen, statt sie linken Bewegungen zu überlassen. Seine Forderungen spiegeln einen Wandel in seiner Haltung zu Geschlechterpolitik wider – eine Mischung aus früherer Ablehnung und neuen Handlungsaufforderungen. Sein Fokus bleibt darauf gerichtet, Gleichberechtigung gegen rechtsextreme Angriffe zu verteidigen und Konservative zu einem intensiveren Dialog zu bewegen. Die Debatte darüber, wie die CDU diese Themen angeht, wird voraussichtlich anhalten.

Quelle