01 May 2026, 04:25

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Demonstrant:innen und eine Festnahme am Vorabend des 1. Mai

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Stadtstraße marschieren, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem historischen Gebäude im Hintergrund, das gewölbte Fenster, Säulen und Skulpturen aufweist.

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Demonstrant:innen und eine Festnahme am Vorabend des 1. Mai

Über 2.000 Menschen demonstrierten in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai

Bei der jährlichen Frauenkundgebung "Reclaim the Night" (deutsch: "Erobert die Nacht zurück") zogen am Vorabend des 1. Mai mehr als 2.000 Menschen durch Berlin-Kreuzberg. Die Veranstaltung lockte zwar eine große Teilnehmerschaft an, es kam jedoch auch zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Behörden meldeten eine Festnahme sowie kleinere Störungen während des Demonstrationszugs.

Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und folgte einer vorgegebenen Route bis zur Köpenicker Straße. Die Organisator:innen hatten den Marsch bis in den späten Abend hinein geplant, beendeten ihn jedoch aufgrund der angespannten Lage etwa zehn Minuten früher als vorgesehen. Die Demonstrant:innen trugen Transparente und skandierten Parolen, mit denen sie sich gegen Belästigung und strukturelle Ungleichheit aussprachen.

Die Polizei schätzte die Gesamtzahl der Teilnehmenden auf rund 2.600 Personen. Während die Mehrheit friedlich blieb, zündeten einige Feuerwerkskörper und warfen Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte. Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde vorläufig festgenommen, nachdem sie angeblich eine Beamtin beleidigt haben soll.

Mit einem massiven Polizeiaufgebot von etwa 1.800 Einsatzkräften, die am Donnerstag und in der Walpurgisnacht im Einsatz waren, zeigte sich die Stadt auf mögliche Konflikte vorbereitet. Die Stimmung bei der Demonstration blieb aufgeladen – ein Spiegel der Forderungen der Organisator:innen, die sich gegen eine von ihnen als patriarchal beschriebene Gesellschaft stellen, die Diskriminierung fördere. In einer Erklärung betonten sie, öffentliche Räume zurückzuerobern und sich gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Frauenhass zur Wehr zu setzen.

Aufgrund der zunehmenden Spannungen endete die Demonstration früher als geplant. Die Polizei bestätigte kleinere Zwischenfälle, aber keine schweren Verletzungen. Die Behörden werden die Vorfälle im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Steuerung öffentlicher Versammlungen in der Stadt auswerten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle