Rheintalstrecke wird zur Hochleistungsachse für Europas Bahnverkehr
Carolina LangeRheintalstrecke wird zur Hochleistungsachse für Europas Bahnverkehr
Eines der größten Eisenbahnprojekte Europas: Ausbau der Rheintalstrecke schreitet voran
Entlang des Rheintals entsteht derzeit eine der größten Eisenbahninfrastrukturmaßnahmen Europas. Das Vorhaben sieht den Bau von zwei zusätzlichen Gleisen auf der 200 Kilometer langen Strecke zwischen Karlsruhe und Basel vor – eine Verdopplung der Kapazität auf dieser entscheidenden Nord-Süd-Achse. Mit Kosten von 14,2 Milliarden Euro soll der Ausbau noch fast zwei Jahrzehnte andauern.
Aktuell befördert die Rheintalbahn täglich über 300 Züge, darunter Güter-, Regional- und Fernverkehrsverbindungen. Um Staus zu verringern und die Pünktlichkeit zu verbessern, rüstet die Deutsche Bahn die Strecke schrittweise von zwei auf vier Gleise um.
Zwischen Müllheim und Auggen sind bereits zwei neue Hochgeschwindigkeitsgleise verlegt worden. Sobald die Oberleitungen auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt installiert sind, können Züge dort bis zu 250 km/h erreichen. Zudem entstehen in beiden Orten neue Bahnhöfe; der gesamte Abschnitt in Südbaden-Württemberg soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Weiter nördlich schreiten die Arbeiten in Etappen voran, unter anderem in den Schlüsselflächen Offenburg, Baden-Baden und Freiburg. Das Projekt umfasst Gleiserweiterungen, die Modernisierung der Signaltechnik sowie Anpassungen an Tunneln. Die vollständige Inbetriebnahme der gesamten Strecke wird jedoch erst für 2041 erwartet.
Nach Abschluss des Ausbaus wird die Rheintalbahn schnellere und zuverlässigere Verbindungen für Reisende und Güterverkehr bieten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Verspätungen zu reduzieren und die Kapazität auf einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen Europas deutlich zu erhöhen. Die Gesamtkosten des Projekts werden bis zur Fertigstellung im Jahr 2041 auf 14,2 Milliarden Euro steigen.






