06 May 2026, 14:43

"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche Sekten-Gebäude wie Videospiel-Level stürmen

Eine Gruppe von Menschen, die in die Luft springen, mit dem Text "Ich habe die Staatsbürgerschaftsherausforderung angenommen" und Bäume, Gebäude und einen klaren blauen Himmel im Hintergrund.

"Scientology-Speedrun": Warum Jugendliche Sekten-Gebäude wie Videospiel-Level stürmen

TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland

Ein TikTok-Trend namens Scientology-Speedrun hat Deutschland erreicht: Jugendliche dringen in Scientology-Zentren ein und behandeln die Gebäude wie Level in einem Videospiel. Die Herausforderung tauchte erstmals in Berlin auf, wo die Polizei einschreiten musste, nachdem eine Bloggerin versucht hatte, in die Scientology-Kirche in Charlottenburg einzudringen.

Bei dem Trend geht es darum, so weit wie möglich in die Gebäude der Sekte vorzudringen. Die Stockwerke gelten als „Level“, während Sicherheitskräfte zu „nicht spielbaren Charakteren“ (NPCs) werden, denen man ausweichen muss. In Deutschland zählen solche Eindringversuche als Hausfriedensbruch und können mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft bestraft werden.

Der deutsche Auftakt fand im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg statt. Die Berliner Bloggerin @larahertha organisierte dort einen Speedrun, wurde jedoch von der Polizei gestoppt. In den Kommentaren unter ihrem Beitrag wird spekuliert, dass das nächste Ziel der Bundestag sein könnte.

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Scientology, das in Deutschland rund 3.600 Mitglieder zählt, strebt danach, seine Lehren zu verbreiten und „Clears“ zu schaffen – nach eigener Definition durch ihre Methoden „vollendete“ Menschen. Der Trend hat in den USA bereits zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen in einigen Kirchenfilialen geführt.

Der Scientology-Speedrun birgt rechtliche Risiken für die Teilnehmer und hat zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in betroffenen Zentren geführt. Deutsche Behörden stufen solche Eindringversuche als Straftaten ein. Wie die Kirche weiter reagieren wird und ob es zu weiteren Vorfällen kommt, bleibt abzuwarten.

Quelle