Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und sicheren Sport für alle
Darko CarstenSportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und sicheren Sport für alle
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und wurde von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs, geleitet. Im Mittelpunkt standen die Pläne für ein neues Zentrum für sicheren Sport, die Förderung von Spitzensportlern sowie die Kritik an der Streichung der Nordischen Kombination der Frauen bei den Olympischen Winterspielen 2026.
Diskutiert wurden zudem steuerrechtliche Regelungen für Sportvereine, die Zukunft der Nordischen Kombination sowie Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.
Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel, um junge Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren. Sie schlug einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport vor, zu dem sich die Länder jedoch noch nicht auf konkrete Schritte verständigt haben. Der Plan befindet sich noch in der Entwicklung; weitere Details sollen auf der nächsten Konferenz in Konstanz im kommenden Jahr vorgestellt werden.
Dr. Christiane Schenderlein, die Beauftragte der Bundesregierung für Sport, kündigte die Einrichtung eines unabhängigen Zentrums für sicheren Sport an. Zudem betonte sie das Sportfördergesetz und die Pläne für eine Elitesport-Agentur, um die Unterstützung für Breiten- und Spitzensport in Deutschland zu stärken.
Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, kritisierte die Entscheidung, die Nordische Kombination der Frauen von den Winterspielen 2026 auszuschließen. Er verwies auf die wachsende Beliebtheit der Sportart und den Erfolg von Initiativen wie "Jugend trainiert für Olympia". Schuster forderte zudem eine zügige Verabschiedung des Sportfördergesetzes sowie die Schaffung einer regionalen Spitzensport-Agentur in Sachsen.
Andy Grote, Hamburgs Sportsenator, unterstützte die Forderungen nach sofortigen Maßnahmen zur Bewegungsförderung von Kindern. Er rief die Konferenz auf, den Nationalen Aktionsplan zu befürworten – mit Fokus auf tägliche Bewegung und besseren Zugang zu Sporteinrichtungen.
Daniela Behrens, Niedersachsens Sportministerin, schloss die Veranstaltung mit einem Dank an die Teilnehmer. Sie hob die Beschlüsse zur Gründung des Zentrums für sicheren Sport sowie zur Verbesserung der finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Sportvereine hervor. Die Konferenz endete mit dem Versprechen, die Diskussionen auf dem nächsten Treffen in Konstanz fortzuführen.
Zu den zentralen Ergebnissen zählen die Pläne für das Zentrum für sicheren Sport sowie die weitere Arbeit am Nationalen Aktionsplan für mehr Bewegung im Jugendbereich. Entscheidungen zum Sportfördergesetz und zur Unterstützung der Nordischen Kombination der Frauen werden in künftigen Sitzungen erneut beraten.
Die nächsten Schritte werden auf der 54. Sportministerkonferenz in Konstanz diskutiert, wo die Länder möglicherweise konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die Vorschläge vorlegen.






