02 April 2026, 22:21

Stuttgart übergibt Löschfahrzeuge und Schutzausrüstung an ukrainische Einsatzkräfte

Gruppe von Freiwilligen vor einem Feuerwehrauto mit einer Bank links und einer Wand im Hintergrund.

Stuttgart übergibt Löschfahrzeuge und Schutzausrüstung an ukrainische Einsatzkräfte

Die Feuerwehr Stuttgart hat fünf Löschfahrzeuge, einen Anhänger und Hunderte Schutzausrüstungen an Einsatzkräfte aus der ukrainischen Region Chmelnyzkyj übergeben. Sechs ukrainische Fachkräfte reisten für die Übergabe nach Stuttgart, die auch eine Schulung zur Nutzung der neuen Technik umfasste.

Die Spende ist das Ergebnis monatelanger Planung und markiert einen weiteren Schritt in der wachsenden Solidarität zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen seit dem russischen Angriff im Jahr 2022. Die Übergabe fand in Stuttgart statt und wurde von Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Clemens Maier, Feuerwehrchef Dr. Georg Belge sowie Dr. Frédéric Stephan, Leiter des Referats für Internationale Beziehungen der Stadt, geleitet. Zu den gespendeten Fahrzeugen gehörten zwei Unimog-Löschfahrzeuge, zwei Mannschaftstransportwagen und ein Löschfahrzeug mit Ladekran. Zudem wurden 500 gebrauchte, aber funktionsfähige Sets an Feuerwehrschutzausrüstung sowie mehrere Motorschutzanzüge übergeben.

Oberst Svirtschuk, kommissarischer Leiter des Staatlichen Notfalldienstes der Ukraine in Chmelnyzkyj, betonte den dringenden Bedarf an der Ausrüstung. Die sechs ukrainischen Einsatzkräfte durchlaufen nun ein zweitägiges Training, um sich mit den neuen Fahrzeugen vertraut zu machen.

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Dr. Belge erklärte, die Stuttgarter Feuerwehr stehe seit Ende 2023 im Rahmen einer offiziellen Solidaritätspartnerschaft in regelmäßigem Austausch mit ukrainischen Kollegen. Dr. Stephan dankte der Feuerwehr für ihr Engagement und unterstrich die Bedeutung weiterer Unterstützung angesichts der anhaltenden Herausforderungen in der Ukraine.

Dr. Maier hob hervor, dass die Spende umfangreiche rechtliche und organisatorische Vorbereitungen über mehrere Monate hinweg erforderte. Den Erfolg führte er auf die enge Zusammenarbeit zwischen den Stuttgarter Stadtverwaltungen zurück.

Seit Februar 2022 haben sich über 250 deutsch-ukrainische Kommunalpartnerschaften gebildet – vor dem Krieg waren es weniger als 80. Allein in Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl von sechs auf fünfzig, was den Wandel von kurzfristiger Hilfe zu langfristiger Zusammenarbeit widerspiegelt. Die gespendeten Fahrzeuge und Ausrüstungen werden nun nach Chmelnyzkyj transportiert, wo sie die Notfalleinsätze unterstützen sollen. Die in Stuttgart vermittelte Schulung stellt sicher, dass die ukrainischen Teams die neuen Ressourcen effektiv nutzen können.

Diese Übergabe ist Teil eines größeren Trends strukturierter Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Städten, die über erste Hilfsmaßnahmen hinaus zu dauerhaften Partnerschaften wächst.

Quelle