Stuttgarter Flughafen kämpft sich langsam aus der Pandemie-Krise
Flughafen Stuttgart erholt sich langsam von den Pandemie-Folgen
Die Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen zwar wieder an, doch die finanziellen Herausforderungen bleiben bestehen. Experten rechnen erst gegen Ende der 2020er-Jahre mit einer vollständigen Erholung auf das Niveau vor der Corona-Krise.
Vor der Pandemie florierte der Flughafen: 2019 verzeichnete er 12,7 Millionen Passagiere und erzielte Umsätze in Höhe von 300 Millionen Euro. Der Gewinn lag damals bei 50,2 Millionen Euro.
Doch die Krise traf den Standort hart – der Verkehr brach ein. Bis 2022 erholten sich die Passagierzahlen zwar auf 7 Millionen, doch die Einnahmen sanken auf 204 Millionen Euro. Der Flughafen verbuchte in diesem Jahr ein Minus von 16,1 Millionen Euro.
Mittlerweile zeichnet sich eine schrittweise Besserung ab. Für 2023 werden 8,3 Millionen Reisende erwartet, 2024 sollen es 9 Millionen sein. Dennoch liegen diese Werte deutlich unter denen von vor der Pandemie.
Um die Finanzen zu stabilisieren, hat der Flughafen die Kosten gesenkt und neue Einnahmequellen erschlossen. Dazu gehören die Vermietung ungenutzter Büroräume und Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Trotz dieser Anstrengungen reichen die aktuellen Passagierzahlen im einstelligen Millionenbereich jedoch nicht aus, um die Gewinnzone zu erreichen.
Die Geschäftsführung geht nun davon aus, dass eine vollständige Erholung erst zwischen 2028 und 2030 eintreten wird. Erst dann dürften Passagierzahlen und Gewinne wieder das Niveau von 2019 erreichen.
Der Stuttgarter Flughafen passt sich weiterhin an die langsam zurückkehrende Nachfrage an. Sparmaßnahmen und Umsatzsteigerungen sind umgesetzt, doch die Rentabilität bleibt vorerst in weiter Ferne. Mit einer Rückkehr zur Vor-Corona-Leistung ist erst zum Ende des Jahrzehnts zu rechnen.






