23 April 2026, 14:40

Stuttgarter Future Work Lab zeigt, wie KI die Fertigung revolutioniert

Großes Industriegelände mit gestapelten Kisten, Kränen an der Decke, Zaun, Pfählen und einer fernen Wand in einer Fertigungsumgebung.

Stuttgarter Future Work Lab zeigt, wie KI die Fertigung revolutioniert

Forscherinnen und Forscher am Future Work Lab in Stuttgart haben neue KI-Werkzeuge vorgestellt, die Effizienz und Qualität in der Fertigung steigern sollen. Die Innovationen, entwickelt von den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), umfassen interaktive Demonstratoren, die Mitarbeiter dabei unterstützen, sich an wechselnde Aufgaben anzupassen und gleichzeitig Fehler zu reduzieren.

Das Labor dient zudem als Plattform für Schulungen und Diskussionsrunden zu nachhaltigen Arbeitssystemen. Über 50 Exponate veranschaulichen dort die Themen Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz in der Industrie.

Vier Demonstratoren zeigen konkret, wie KI die Qualitätssicherung optimieren kann – vom Datenvorverarbeitungsschritt bis hin zur transparenteren Darstellung von KI-Entscheidungsprozessen für Anwender. Ein System namens ThirdAI, ein künstliches neuronales Netzwerk, ist in der Lage, bei Sichtprüfungen fehlerfreie von defekten Bauteilen eigenständig zu trennen. Es läuft auf einem Standard-Laptop mit USB-Kameras und benötigt keine spezielle Hardware.

Eine weitere Neuerung, Lean Data Acquisition (LeanDA), erfasst und analysiert mithilfe von Sensoren Daten aus manuellen Montageprozessen. Unternehmen können so ihre Planung verfeinern und Arbeitsabläufe optimieren. Ergänzend bietet der Learning Hub des Labors praxisnahe Schulungen, Live-Demonstrationen und öffentliche Diskussionen zu nachhaltigen Arbeitsmethoden an.

Im Ideas Lab wiederum wird der akademische Austausch über die Zukunft der industriellen Arbeit gefördert, mit Fokus auf Kognitive Produktion 4.0. Projektleiter Simon Schumacher und der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Eusterwiemann, beide aus der Abteilung DigITools des Fraunhofer IPA, betonten, wie KI die Produktivität steigern kann – sei es durch die Identifikation von Optimierungspotenzialen, die Vereinfachung von Montageprozessen oder die Verbesserung der Qualitätskontrolle.

Für Unternehmen, die sich mit digitaler Transformation beschäftigen, bietet das Future Work Lab einen Future Work Check an. Dieser bewertet, wie Betriebe neue Technologien in ihre Abläufe integrieren können.

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Ziel der Demonstratoren und Schulungsprogramme ist es, KI für Fertigungsbetriebe zugänglicher zu machen. Durch die Automatisierung von Prüfprozessen, die Analyse von Montagedaten und die Unterstützung der Mitarbeiter könnten diese Werkzeuge der Industrie helfen, sich an veränderte Anforderungen anzupassen. Unternehmen, die das Labor besuchen, können die Systeme vor Ort testen und Möglichkeiten für den Einsatz in den eigenen Produktionslinien erkunden.

Quelle