09 May 2026, 08:21

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten und Hilfsmittelanbieter bis 2027 verlängert

Eine detaillierte Poster-Illustration eines deutschen Krankenhauskomplexes mit beschrifteten Gebäuden, Fenstern, Türen und Balkonen, begleitet von Text, der dessen Größe, Lage und Merkmale beschreibt.

Telematikinfrastruktur: Frist für Therapeuten und Hilfsmittelanbieter bis 2027 verlängert

Deutschland hat die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) verschoben. Der neue Stichtag ist nun der 1. Oktober 2027. Von der Verlängerung sind rund 90.000 Unternehmen bundesweit betroffen.

Die Verlängerung folgt auf Rückschläge bei der Einführung des elektronischen Rezepts für Therapie- und Heilmittel. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass mehr Zeit nötig ist, um die Infrastruktur des Systems zu stärken. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten begrüßte die zusätzliche Vorbereitungszeit.

Der IT-Dienstleister Cherry hingegen muss mit finanziellen Einbußen durch die Verschiebung rechnen. Geschäftsführer Oliver Kaltner kritisierte die Entscheidung und warnte vor Millionenverlusten. Das in Auerbach ansässige Unternehmen ergreift nun Maßnahmen, um die Folgen abzufedern – darunter die Beschleunigung lukrativer Ersatzprojekte und die verstärkte Vermarktung eigener Softwarelösungen.

Trotz der Verzögerung wirbt das Deutsche Ärzteabrechnungszentrum dafür, dass sich Anbieter bereits freiwillig frühzeitig an die TI anschließen.

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Die neue Frist gibt den Unternehmen drei zusätzliche Jahre, um sich an die Telematikinfrastruktur anzubinden. Firmen wie Cherry müssen nun ihre Pläne anpassen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu bewältigen. Gleichzeitig bleibt eine vorzeitige Umstellung für diejenigen möglich, die bereits jetzt bereit sind.

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