26 April 2026, 16:21

Verbraucherpolitik zwischen Licht und Schatten: vzbv-Bewertung zeigt klare Defizite

Offenes Buch mit dem Titel "Europas Warnstück oder Gute Nachricht für Großbritannien" auf seinen Seiten.

Verbraucherpolitik zwischen Licht und Schatten: vzbv-Bewertung zeigt klare Defizite

Eine aktuelle Bewertung der staatlichen Verbraucherpolitik zeigt gemischte Ergebnisse. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat 23 Initiativen geprüft – einige wurden gelobt, andere scharf kritisiert. Besonders in den Bereichen Strompreise und Datenschutz attestiert der aktuelle Bericht "Schwächen".

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Von den 23 Verbraucherpolitik-Vorhaben sind bisher 14 umgesetzt oder gestartet worden. Der vzbv bewertete sechs als "stark", sechs als "mittelmäßig" und zwei als "schwach". Die verbleibenden neun harren noch einer Bearbeitung durch die Koalition.

Die Verlängerung des Deutschlandtickets, des bundesweiten Nahverkehrstickets, erhielt lediglich die Note "mittelmäßig". Da der monatliche Preis zu Jahresbeginn 2023 auf 63 Euro stieg, gab es Kritik von Verbraucherschützern. Dagegen wurde die Reform der privaten Altersvorsorge vom vzbv als "Meilenstein" gefeiert – einer der wenigen Lichtblicke in der Bewertung.

Die Bemühungen, die Strompreise für Haushalte zu senken, wurden als "schwach" eingestuft – ein Grund zur Sorge. Ramona Pop, Mitglied des vzbv-Vorstands, forderte ein dringendes Gespräch mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ebenfalls nur "schwach" schnitt der Versuch ab, Datenschutzregeln zu vereinfachen.

Einer der wenigen als "stark" bewerteten Punkte war der Widerstand von Verbraucherministerin Stefanie Hubig gegen eine Überarbeitung der EU-Fluggastrechte. Gleichzeitig wird Ministerin Reiche von mehreren Verbänden vorgeworfen, bei politischen Diskussionen Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen nicht einzubinden.

Der vzbv-Bericht zeigt sowohl Fortschritte als auch Rückschläge in der Verbraucherpolitik. Während Reformen wie die der Altersvorsorge positiv aufgenommen wurden, erfordern andere Bereiche – etwa Strompreise und Datenschutz – dringend Handlungsbedarf. Neun Initiativen bleiben bisher unberücksichtigt und bieten der Koalition noch Spielraum für weitere Maßnahmen.

Quelle