Warnstreik im Handel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Carolina LangeWarnstreik im Handel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Warnstreik im Einzel- und Großhandel angekündigt
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik in den Bereichen Einzel- und Großhandel aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern gescheitert sind. Betroffen sind Unternehmen großer Ketten wie Rewe, Penny, IKEA und H&M.
Die Gespräche waren in einer Sackgasse gelandet, nachdem die Arbeitgeber ihr ursprüngliches Lohnangebot nicht verbessern wollten. Nach dem aktuellen Vorschlag sollten Beschäftigte im Einzelhandel nach sechs Monaten eine Erhöhung von 2 Prozent erhalten, während Großhandelsmitarbeiter nach einer langen Phase stagnierender Löhne lediglich 1,8 Prozent mehr bekommen würden. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Steigerungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
ver.di fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie eine jährliche Steigerung von 150 Euro für Auszubildende pro Ausbildungsjahr. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Marcel Schäuble, der verhandlungsführende Gewerkschafter für den Einzelhandel in Hessen, bezeichnete die Haltung der Arbeitgeber als ungerecht gegenüber den Beschäftigten.
Protestaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Streikaufruf richtet sich an Unternehmen wie Kaufland, Hit, Douglas, Zara, Primark und Metro sowie an die Rewe-Logistik.
Der Ausstand wird den Betrieb in zahlreichen Handels- und Logistikunternehmen beeinträchtigen. Sollten die Forderungen der Gewerkschaft durchgesetzt werden, könnten sich die Gehälter von Beschäftigten und Auszubildenden anpassen. Bisher haben die Arbeitgeber auf die jüngsten Vorschläge noch nicht reagiert.
