Zoll entdeckt mutmaßliche Steroide bei griechischem Autofahrer an Schweizer Grenze
Carolina LangeZoll entdeckt mutmaßliche Steroide bei griechischem Autofahrer an Schweizer Grenze
Zollbeamte kontrollierten am 2. Februar am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn einen 44-jährigen Griechen und entdeckten bei der Überprüfung elf Ampullen, bei denen der Verdacht auf anabole Steroide besteht. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt.
Der Vorfall ereignete sich, als der Fahrer versuchte, über den Zollposten Weil am Rhein in die Schweiz einzureisen. Beamte des Hauptzollamts Lörrach durchsuchten sein Fahrzeug und fanden die versteckten Ampullen. Der Mann gab zu, die Substanzen zu verwenden, konnte jedoch weder ein Rezept noch einen medizinischen Nachweis über die Notwendigkeit vorlegen.
Die mutmaßlichen Dopingmittel wurden umgehend beschlagnahmt. Allein in den vergangenen fünf Jahren verzeichnete dasselbe Zollamt etwa 15 ähnliche Fälle an den deutsch-schweizerischen Grenzübergängen. Die meisten davon betrafen Post- und Paketsendungen aus der Schweiz nach Deutschland.
Die Behauptung des Mannes, medizinisch auf die Substanzen angewiesen zu sein, wurde mangels Unterlagen zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein förmliches Ermittlungsverfahren nach dem Anti-Doping-Gesetz eingeleitet.
Die beschlagnahmten Substanzen bleiben bis auf Weiteres als Beweismittel sichergestellt. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann Strafen nach den deutschen Anti-Doping-Vorschriften. Die Zollbehörden überwachen weiterhin die Grenzübergänge auf illegale Arzneimittellieferungen.






