Zwei Frauen, zwei Stile: Wer wird Baden-Württembergs nächste inoffizielle First Lady?

Darko Carsten
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Ein gerahmtes topografisches Kartenbild von Baden-Württemberg, Deutschland, das Geländekonturen, Höhenangaben und geografische Merkmale zeigt.Darko Carsten

Diese Frauen könnten nach der Wahl 'First Lady' werden - Zwei Frauen, zwei Stile: Wer wird Baden-Württembergs nächste inoffizielle First Lady?

In Baden-Württemberg könnte sich bald ein Wechsel an der Spitze abzeichnen – und damit möglicherweise auch zwei Frauen in die inoffizielle Rolle der "First Lady" des Landes rücken. Franziska Hagel, die Ehefrau des CDU-Landesvorsitzenden Manuel Hagel, hielt sich während des Wahlkampfs bewusst im Hintergrund, zeigt sich aber offen für öffentliche Aufgaben. Flavia Zaka, die Lebensgefährtin des Grünen-Politikers Cem Özdemir, ist hingegen bereits an seiner Seite bei prominenten Veranstaltungen aufgetreten und weckt damit Interesse an ihrer künftigen Rolle.

Franziska Hagel, Jahrgang 1986, ist seit 2016 mit Manuel Hagel verheiratet. Das Paar hat drei kleine Söhne und lebt in Ehingen. Trotz der politischen Ambitionen ihres Mannes pflegt sie ein zurückhaltendes Auftreten. Selbst im Falle seiner Wahl zum Ministerpräsidenten plant sie, in Ehingen zu bleiben und nur dann öffentliche Termine wahrzunehmen, wenn sie sich mit den Bedürfnissen ihrer Familie vereinbaren lassen.

Die Rolle der "First Lady" in Baden-Württemberg ist zwar nicht offiziell definiert, hat sich aber im Laufe der Zeit entwickelt. Elly Heuss-Knapp, die Ehefrau von Theodor Heuss – dem ersten Ministerpräsidenten von Württemberg-Baden (1946–1949) – setzte mit der Gründung des Deutschen Müttergenesungswerks 1950 Maßstäbe. Die ehemalige Lehrerin und Politikerin engagierte sich für die Frauenbildung und komponierte während der NS-Zeit sogar einen Werbe-Jingle, als politische Lieder verboten waren. In jüngerer Zeit unterstützte Gerlinde Kretschmann soziale Projekte und begleitete ihren Mann, Winfried Kretschmann, während seiner Amtszeit als Ministerpräsident (2011–2024) auch auf Auslandsreisen.

Flavia Zaka, die ebenfalls in diese Rolle schlüpfen könnte, zog 2008 als Studentin nach Baden-Württemberg. Sie lernte Cem Özdemir 2023 kennen und begleitete ihn seitdem zu Veranstaltungen wie den Bayreuther Festspielen, der Stallwächterparty und dem Landespresseball im November 2024. Die gesellige Zaka, die gerne neue Menschen kennenlernt, äußerte bereits ihr Interesse an ehrenamtlichem Engagement. Sowohl sie als auch Franziska Hagel nahmen im vergangenen Monat am Landespresseball in Stuttgart teil – doch ihr Umgang mit der Öffentlichkeit könnte unterschiedlicher nicht sein.

Die nächste "First Lady" Baden-Württembergs wird sich in eine Tradition des freiwilligen Engagements einreihen, nicht in ein Amt mit festen Pflichten. Während Franziska Hagel den Fokus auf ihre Familie legt, hat Flavia Zaka öffentliche Auftritte bereits für sich entdeckt. Die inoffizielle Rolle prägt weiterhin soziale Initiativen in der Region und spiegelt jeweils die Schwerpunkte wider, die die Partner der Ministerpräsidenten setzen.

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