30 April 2026, 00:37

AfD-Politiker Maximilian Krah wird aus Kneipe verwiesen – eine Serie der Ausgrenzung

Eine große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin und hält Schilder hoch, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und dem Himmel im Hintergrund.

AfD-Politiker Maximilian Krah wird aus Kneipe verwiesen – eine Serie der Ausgrenzung

In den letzten Monaten hat sich eine Reihe von Kontroversen um Politiker der AfD zugespitzt. Maximilian Krah, Mitglied der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD), sah sich wegen seiner politischen Verbindungen mehrfach mit Ablehnung konfrontiert. Beim jüngsten Vorfall wurden er und zwei weitere AfD-Funktionäre Mitte April aus einer Berliner Kneipe verwiesen.

Schon zuvor war die geplante Buchveröffentlichung Krahs von einer Druckerei abgesagt worden, und er wurde von einer großen Literaturveranstaltung ausgeladen.

Der erste Konflikt entbrannte Ende Februar, als die Friedrich-Pustet-Druckerei in Regensburg die Zusammenarbeit mit dem in Wien ansässigen Castrum Verlag beendete. Ausschlaggebend war die geplante Veröffentlichung eines Buches von Krah – als Begründung nannte der Druckbetrieb dessen AfD-Mitgliedschaft. Die Bild-Zeitung berichtete später über den Vorfall und bezog sich dabei auf einen internen Parteichat.

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Im März zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an Krah zurück, dort seinen Roman Die Reise nach Europa zu präsentieren. Die Veranstalter begründeten dies mit Sicherheitsbedenken, doch Krah wies dies als Vorwand zurück. Die Ausladung erfolgte vor dem Hintergrund einer zunehmenden kritischen Prüfung von AfD-nahen Persönlichkeiten in kulturellen Räumen.

Am 14. April wurden Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau dann aus dem Berliner Lokal Gaffel Haus verwiesen. Laut Bild waren zunächst nur Krah und Rau zum Verlassen aufgefordert worden. Als Janich die Entscheidung hinterfragte, wurde auch er des Lokals verwiesen. Die Geschäftsführung hat den Vorfall bisher nicht öffentlich bestätigt.

Krah rief seine Anhänger anschließend zum Boykott des Betriebs auf. In einer Stellungnahme argumentierte er, Kunden könnten durch Fernbleiben wirtschaftlichen Druck auf das Unternehmen ausüben.

Die wiederholten Ausgrenzungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen AfD-Vertretern und öffentlichen Einrichtungen. Krahs Buchvorstellung bleibt vorerst blockiert, während der Vorfall in der Berliner Kneipe eine Serie von Ablehnungen fortsetzt. Der AfD-Politiker reagiert darauf, indem er seine Unterstützer zu wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen gegen kritische Betriebe aufruft.

Quelle