Antisemitische Graffiti und Hakenkreuze erschüttern Rastatt in Serie
Darko CarstenAntisemitische Graffiti und Hakenkreuze erschüttern Rastatt in Serie
In Rastatt sind in den vergangenen zwei Tagen mehrere Gebäude mit politischen Graffiti beschmiert worden. Unbekannte Täter sprühten antisemitische Parolen und nationalsozialistische Symbole an verschiedenen Orten, darunter auch auf einem Friedhof. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher jedoch keine Tatverdächtigen identifiziert.
Der erste Vorfall wurde am Mittwochnachmittag, dem 7. Mai 2025, gemeldet, als Graffiti an einem Gebäude in der Nähe des Friedhofs in der Gerwigstraße entdeckt wurden. Dabei wurden auch einzelne Gräber mit Hakenkreuzen besprüht.
Noch am selben Abend fand man weitere Schmierereien an der Fassade einer Reithalle. Am folgenden Morgen, Donnerstag, dem 8. Mai 2025, wurden zusätzliche Beschädigungen an der Fassade des Residenzschlosses festgestellt. Die Sprüche bezogen sich auf den anhaltenden Nahostkonflikt und waren explizit israelfeindlich.
Die Ermittlungen werden nun von Beamten des Polizeireviers Rastatt geleitet. Zeugen werden aufgefordert, sich unter der Telefonnummer 07222 761-0 mit Hinweisen zu melden. Für weitere Anfragen steht das Polizeipräsidium Offenburg unter 0781 - 211211 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.
Aus anderen Teilen Baden-Württembergs wurden bisher keine ähnlichen Vorfälle mit politisch motivierten Graffiti gemeldet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Behörden hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung, um die Verantwortlichen zu ermitteln. Die Schmierereien sorgen aufgrund ihres hasserfüllten und politisch aufgeladenen Inhalts für Besorgnis. Die Polizei beobachtet die Lage weiterhin genau.






