22 March 2026, 04:22

Baden-Württemberger erhält falsche Mautgebühr für fremden Peugeot aus Frankreich

Lotterielos mit dem Text "Loterie Nationale Tirage de la Première Tranche" darauf gedruckt.

Baden-Württemberger erhält falsche Mautgebühr für fremden Peugeot aus Frankreich

Ein Mann aus Baden-Württemberg hat ein Bußgeldbescheid und eine Mautgebühr aus Frankreich für ein Auto erhalten, das er gar nicht besitzt. Herr S., dessen Name und Adresse mit einem Peugeot mit französischem Kennzeichen verknüpft sind, war zum Zeitpunkt der angeblichen Verstöße nicht einmal im Land. Der Fall wirft ein wachsendes Problem von Identitätsdiebstahl und betrügerischen Forderungen gegen Autofahrer in ganz Europa auf.

Die Schwierigkeiten begannen, als Herr S. einen Brief erhielt, in dem ihm Rasen vorgeworfen und die Zahlung einer ausstehenden Mautgebühr gefordert wurde. Das betreffende Fahrzeug, ein in Frankreich zugelassener Peugeot, gehörte ihm nicht, und er hatte keinerlei Bezug zu dem Vergehen. Da er Betrug vermutete, erinnerte er sich, dass früher eine Kopie seines Personalausweises online gestohlen worden war – vermutlich durch Phishing.

Statt die Forderung zu ignorieren, wurde Herr S. aktiv. Er erstattete Anzeige bei der Polizei und sperrte die Online-Funktion seines Ausweises über die Hotline 116 116. Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen", getragen vom Europäischen Verbraucherzentrum, rät zwar davon ab, unbegründete Forderungen zu begleichen, warnt aber gleichzeitig davor, solche Schreiben pauschal zu verwerfen.

Die Organisation, die seit 2023 bereits 1.900 Anfragen und über 700 Rechtsberatungen bearbeitet hat, empfiehlt, zunächst die Angaben in den Bescheiden genau zu prüfen. Bei Unstimmigkeiten sollten Betroffene offiziell Widerspruch einlegen – entweder online bei Bußgeldbescheiden oder Mautforderungen. Zudem wird davor gewarnt, Kopien von Ausweisdokumenten digital weiterzugeben, es sei denn, es ist unvermeidbar. Als Schutzmaßnahme schlagen die Experten vor, Dokumente mit einem Wasserzeichen zu versehen.

Kostenlose Unterstützung bietet das Projekt an, darunter Beratungen durch zweisprachige Juristen. Allerdings gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Einwohner Baden-Württembergs seit dem Start der Initiative im vergangenen Jahr von ähnlichen betrügerischen Forderungen betroffen waren.

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Herr S. hat nach dem Verdacht auf Identitätsdiebstahl Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen" hilft weiterhin Opfern betrügerischer Verkehrs- und Mautforderungen in ganz Europa. Betroffene werden aufgefordert, Bescheide sorgfältig zu prüfen, bei Bedarf Widerspruch einzulegen und persönliche Dokumente nur in sicheren Umgebungen weiterzugeben.

Quelle