09 May 2026, 02:18

Bergisch Gladbach erkundet die Kibbuz-Ideale durch Amos Oz' literarische Welten

Ein Plakat mit einer detaillierten Karte Israels mit geografischen Merkmalen, Stadtnamen und Text in Englisch und Hebräisch.

Bergisch Gladbach erkundet die Kibbuz-Ideale durch Amos Oz' literarische Welten

Eine Veranstaltungsreihe in Bergisch Gladbach erkundet die Geschichte und Ideale der Kibbuzim, Israels genossenschaftlicher Lebensgemeinschaften

Die kulturellen Begegnungen widmen sich den kommunalen Siedlungen, die auf kollektiven Werten basieren. Im Mittelpunkt stehen Lesungen aus Amos Oz’ Roman Zwischen Freunden, der Ende der 1950er-Jahre spielt und den Alltag in einem Kibbuz mit seinen Herausforderungen schildert. Die erste Veranstaltung findet am 1. Mai im Großen Sitzungssaal des Rathauses statt, eine weitere folgt am 13. Mai im Katholischen Bildungswerk.

Die Kibbuzim entstanden im Heiligen Land lange vor der Gründung Israels 1948. Diese Gemeinschaften gründeten auf dem Prinzip geteilter Ressourcen, gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung und Gleichheit. Geld und Privateigentum hatten darin keinen Platz – stattdessen trugen alle durch Arbeit bei, und Fähigkeiten wurden zum Wohl aller gebündelt.

Amos Oz’ Zwischen Freunden taucht in diese Welt ein und zeigt die Schwierigkeiten derer, die nach diesen Idealen leben wollten. Eine der Erzählungen, Esperanto, begleitet Martin, einen Schuhmacher, der davon träumt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen, um menschliche Konflikte zu überwinden. Seine Hoffnung spiegelt den größeren Kibbuz-Gedanken von Zusammenarbeit und Verständigung wider.

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Bei der Veranstaltung am 1. Mai liest Heinz D. Haun die Geschichte Esperanto, begleitet von Arne Meinhardt am Akkordeon und Anaïs Haun am Cello. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach–Ganey Tikva sind jedoch willkommen. Eine zweite Lesung, organisiert vom Verein Ganey Tikva, folgt am 13. Mai im Katholischen Bildungswerk.

Die Veranstaltungen bieten Einblicke in die Geschichte der Kibbuz-Bewegung und ihren bleibenden Einfluss auf die israelische Kultur. Durch Oz’ literarische Werke und die lebendigen Darbietungen erleben die Besucher Geschichten von Idealismus, harter Arbeit und dem Streben nach Harmonie. Beide Lesungen sind öffentlich, die erste beginnt am 1. Mai um 19:00 Uhr.

Quelle