16 March 2026, 16:25

Boris Palmer lehnt Ministeramt ab – bleibt Tübinger Oberbürgermeister

Das Gebäude des Bundestages in Berlin, Deutschland, mit vielen Fenstern, umgeben von Straßenmasten, Laternen, Schildern, Fahrzeugen, Menschen, Flaggen, Gittern und Bäumen, unter einem bewölkten Himmel.

Boris Palmer lehnt Ministeramt ab – bleibt Tübinger Oberbürgermeister

Boris Palmer, der parteilose Oberbürgermeister Tübingen, hat ein mögliches Kabinettsposten in der künftigen Landesregierung Baden-Württembergs abgelehnt. Das Angebot erfolgte, nachdem Cem Özdemir, der Spitzenkandidat der Grünen, bei der Landtagswahl 2026 den Sieg errungen hatte. Palmer, einst Mitglied der Grünen, hatte die Partei 2023 verlassen, blieb aber politisch aktiv und eng mit Özdemir verbunden.

Palmers Austritt aus den Grünen im Mai 2023 folgte auf umstrittene rassistische Äußerungen. Dennoch behielt er sein Amt als Oberbürgermeister Tübingen als Parteiloser. Seine Freundschaft zu Özdemir, dem designierten Nachfolger von Winfried Kretschmann, blieb dabei stets intakt.

Während des jüngsten Landtagswahlkampfs unterstützte Palmer Özdemir öffentlich. Nach dem Sieg der Grünen lotete Özdemir aus, Palmer in sein Kabinett zu holen. Der Vorschlag löste umgehend Widerstand aus, insbesondere bei der Grünen Jugend, die darauf bestand, dass Palmer in der Regierung nichts zu suchen habe.

Palmer selbst beendete die Spekulationen, indem er bestätigte, in Tübingen zu bleiben. Er begründete seine Ablehnung des Ministeramts mit seiner Verpflichtung gegenüber der Stadt und seiner aktuellen Position. Özdemir, der die Tür symbolisch offenhielt, akzeptierte letztlich Palmers Entscheidung.

Die Kontroverse um Palmers mögliche Rolle ist mit seiner Absage nun beigelegt. Er wird weiterhin als Tübinger Oberbürgermeister amtieren und sich aus der Landespolitik heraushalten. Özdemirs Regierung wird ohne ihn voranschreiten, doch die persönliche und politische Verbindung der beiden bleibt bestehen.

Quelle