17 March 2026, 08:19

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und revitalisiert Kosovos Kultur

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen, an einer Wand angebracht.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und revitalisiert Kosovos Kultur

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit 39 Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Seine Werke verbinden häufig Kindheitserinnerungen mit den harten Realitäten des Krieges – geprägt von seiner Jugend während des Kosovo-Konflikts der 1990er-Jahre. Das mit 100.000 Dollar dotierte Preisgeld wird nun seine Bemühungen unterstützen, kulturelle Räume in seiner Heimat wiederzubeleben.

Halilaj wuchs im Kosovo während der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Albanern und Serben auf. Mit 13 Jahren wurde das Haus seiner Familie von serbischen Kräften zerstört – ein Ereignis, das sein künstlerisches Schaffen tiefgreifend prägte. Seine Arbeiten greifen oft auf Schulzeichnungen und Kriegserfahrungen zurück und verwandeln sie in großformatige Installationen.

2024 präsentierte er mit Abetare eine Ausstellung im Roof Garden des Metropolitan Museum of Art in New York. Die Schau zeigte dreidimensionale Metallskulpturen, inspiriert von Kritzeleien auf Schultischen aus dem Kosovo, Albanien und ehemaligen jugoslawischen Regionen. Die Werke setzten sich mit Themen wie Identität, Vertreibung und den politischen Spannungen seiner Jugend auseinander.

Neben Ausstellungen hat Halilaj ambitionierte Projekte wie Syrigana realisiert – eine interdisziplinäre Oper, die in seinem Heimatdorf aufgeführt wurde. Derzeit konzentriert er sich auf die Restaurierung des Hauses der Kultur in seiner Geburtsstadt, das 2027 wiedereröffnet werden soll. Das Vorhaben steht im Einklang mit den Zielen der Hajde!-Stiftung, die er mit dem Preisgeld fördert. Die Stiftung setzt sich für die Stärkung der Kunstszene im Kosovo ein und will vernachlässigten Kultureinrichtungen neues Leben einhauchen.

Das Preisgeld des Nasher-Preises wird Halilaj helfen, sein kulturelles Engagement im Kosovo auszubauen. Die laufende Sanierung des Hauses der Kultur markiert einen konkreten Schritt zur Bewahrung des lokalen Erbes. Durch Kunst und Aktivismus verbindet er weiterhin persönliche Geschichte mit kollektiver Heilung.

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