Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler – und warnt vor Demokratie-Risiken
Xaver Dussen vanBrantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler – und warnt vor Demokratie-Risiken
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige Wähler der FDP aufgefordert, ihre politische Unterstützung zu überdenken. Ihr Appell kommt, nachdem die liberale Partei bei zwei Landtagswahlen alle Mandate verloren hat. Gleichzeitig warnte Brantner vor einer Schwächung der liberalen Demokratie in Deutschland.
Die jüngsten Rückschläge der FDP haben dazu geführt, dass die Partei in Stuttgart und Mainz nicht mehr vertreten ist. Bei der Wahl 2026 in Rheinland-Pfalz erreichte sie nur 2,1 Prozent der Stimmen – deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Landtag nötig ist. Zwar stehen die endgültigen Ergebnisse aus Baden-Württemberg noch aus, doch auch bundesweit verliert die FDP an Zuspruch: Umfragen sehen sie vor der Bundestagswahl 2026 bei lediglich drei Prozent.
Vor diesem Hintergrund betonte Brantner die Notwendigkeit starker Verteidiger der liberalen Demokratie. Sie verwies darauf, dass die Landtage zunehmend "Vier-Parteien-Parlamenten" glichen, dominiert von CDU, Grünen, SPD und AfD. Ihre Aussagen erinnern an eine frühere Initiative des ehemaligen Grünen-Chefs Cem Özdemir, der ebenfalls ehemalige FDP-Wähler umwerben wollte.
Brantner machte deutlich, dass ihre Partei gezielt auf diese Wählergruppe zugehe. Eine funktionierende Demokratie sei eine gemeinsame Verantwortung – nicht nur für diejenigen, die aktuell an der Macht seien, so ihre Argumentation.
Der Niedergang der FDP verändert die politische Landschaft in den Bundesländern und reduziert die Vielfalt in den Parlamenten. Mit ihrer Ansprache an ehemalige FDP-Anhänger zeigt Brantner einen strategischen Kurswechsel der Grünen. Der Schritt spiegelt auch die wachsenden Sorgen um die Stabilität der liberaldemokratischen Institutionen in Deutschland wider.






