Traditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet überraschend Insolvenz an
Xaver Dussen vanTraditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet überraschend Insolvenz an
Wehrle-Werk AG meldet Insolvenz an
Die traditionsreiche Anlagenbaufirma Wehrle-Werk AG mit Sitz in Emmendingen hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, bekannt für seine Umwelttechnologielösungen, nannte einen drastischen Auftragsrückgang als Hauptgrund für seine finanziellen Schwierigkeiten. Trotz jüngsten Wachstums trieben ein Cyberangriff im Mai sowie anhaltende wirtschaftliche Belastungen das Unternehmen in die Krise.
Die 1860 gegründete Wehrle-Werk AG zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Umwelttechnik und spezialisiert sich auf Abwasser- und Biogasanlagen. In den vergangenen fünf Jahren baute das Unternehmen seinen Marktanteil mit innovativen, modularen Konzepten aus und erzielte ein Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent. Damit überflügelte es Mitbewerber wie Krüger GmbH, blieb jedoch hinter Branchenführern wie Veolia zurück.
Zudem fertigt das Unternehmen Großkomponenten für Maschinenbauer. Ein Cyberangriff am 11. Mai 2024 lähmte jedoch die Produktions- und Kommunikationsnetzwerke schwer. Die Folgen verschärften die ohnehin angespannte finanzielle Lage und führten schließlich zur Insolvenzanmeldung beim Amtsgericht Freiburg am 25. August.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Marc-Philippe Hornung bestellt. Gemeinsam mit der Unternehmensführung prüft er nun Sanierungsoptionen. Die Beschäftigten erhalten während des Verfahrens ihr Gehalt über Insolvenzgeld. Die Tochtergesellschaften des Konzerns sind von den Proceedings nicht betroffen.
Die weiteren Schritte der Wehrle-Werk AG hängen von den Insolvenzverfahren ab. Im Mittelpunkt stehen die Stabilisierung des Betriebs und die Sicherung der Zukunft des Unternehmens in der Umwelttechnikbranche. Das Ergebnis wird sowohl die Belegschaft als auch die Positionierung in einem hart umkämpften Markt beeinflussen.






