29 June 2026, 18:42

Bundespolizei bangt um ihre Körperkameras – Hersteller zieht Unterstützung ab

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet unter Bodycam-Mangel

Bundespolizei bangt um ihre Körperkameras – Hersteller zieht Unterstützung ab

Bundespolizei droht Engpass bei Körperkameras

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Die deutsche Bundespolizei könnte bald mit einem kritischen Mangel an einsatzfähigen Körperkameras konfrontiert sein. Der Grund: Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die Geräte einzustellen – damit wären Tausende Kameras gefährdet. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, hat nun Alarm geschlagen und vor einer möglichen Versorgungslücke gewarnt.

Ursprünglich hatte die Bundespolizei 5 Millionen Euro für den Kauf von 2.500 neuen Körperkameras bereitgestellt, mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Vergabeverfahren scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen – etwa austauschbare Akkus – die Beschaffung verkomplizierten. Nun hoffen die Behörden, dass der bestehende Hersteller seine Unterstützung verlängert, wofür jedoch Millionen an Zusatzkosten nötig wären.

Körperkameras sind für Beamte mittlerweile unverzichtbar, besonders in Bahnhöfen und bei riskanten Einsatzsituationen. Sie tragen zur Deeskalation bei und liefern klare Beweismittel in Strafverfahren. Einige Modelle lassen sich zudem nahtlos mit den Dienst-Tasern der Polizei verbinden, was die Einsatzfähigkeit verbessert.

Andreas Roßkopf, GdP-Chef der Bundespolizei, fordert das Bundesinnenministerium auf, einzugreifen. Er betonte die Dringlichkeit, die Situation zu lösen, bevor der Mangel den Polizeialltag beeinträchtigt. Ohne schnelles Handeln könnte die Bundespolizei den Zugang zu dieser essenziellen Technologie verlieren. Das gescheiterte Vergabeverfahren und der geplante Rückzug des Herstellers bringen die Behörde in eine prekäre Lage. Eine Lösung muss gefunden werden – sei es durch die Aufrechterhaltung des bestehenden Bestands oder die Beschaffung von Ersatzgeräten noch vor 2023.

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