Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Darko CarstenFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ gestartet. Die Initiative zielt darauf ab, das weitverbreitete Problem von Gewalt gegen Frauen, Kinder sowie queere und trans Personen in der Stadt zu bekämpfen. Mit Plakaten, Social-Media-Aktionen und öffentlichen Veranstaltungen soll die Botschaft in ganz Freiburg verbreitet werden.
Die Kampagne thematisiert verschiedene Formen von Gewalt – von häuslicher Gewalt über digitale Belästigung bis hin zu Übergriffen im öffentlichen Raum. Simone Thomas, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, betonte die Notwendigkeit, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und zum Handeln aufzufordern. Gewalt nehme viele Formen an, sei aber niemals hinnehmbar, so Thomas.
Bürgermeister Martin Horn erklärte, die Initiative solle Betroffene ermutigen, Hilfe zu suchen. Sie ist Teil einer umfassenderen Strategie, die in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen entwickelt wurde, um geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Die Stadt hat die Kampagne an die Istanbul-Konvention angelehnt, die systematische Maßnahmen und einen besseren Schutz für Betroffene vorschreibt.
Alle Kampagnenmaterialien enthalten klare Hinweise zu Beratungs- und Hilfsangeboten. Die Mekriba-Stiftung unterstützt die Initiative und setzt sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen ein.
Ziel der Kampagne ist es, Betroffene zu stärken, die Öffentlichkeit zu informieren und über bestehende Hilfsangebote aufzuklären. Durch Plakate, Online-Inhalte und weitere öffentliche Aktionen bleibt sie präsent. Die Freiburger Behörden und Partner hoffen, damit Gewalt zu verringern und die Sicherheit aller Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern.
