29 June 2026, 12:36

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit historischer Krise und Rekordtief bei Zementverbrauch

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit historischer Krise und Rekordtief bei Zementverbrauch

Die deutsche Bauwirtschaft steht vor schweren Herausforderungen. Schwache Inlandsnachfrage, hohe Zinsen und steigende Kosten haben die private und öffentliche Bautätigkeit nahezu zum Erliegen gebracht.

Am stärksten betroffen ist der private Wohnungsbau. Hohe Kreditkosten und explodierende Materialpreise schrecken sowohl Projektentwickler als auch Hauskäufer ab. Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen bleibt der Wohnungsbau weiter schwach.

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Die Krise beschränkt sich jedoch nicht auf den Wohnungssektor. Auch öffentliche Infrastrukturprojekte sowie Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien sind rückläufig. Der Zementverbrauch ist auf ein Niveau gesunken, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde – aktuell liegt er etwa 30 Prozent unter den Werten von 2020.

Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, spricht von einer „voll entwickelten Rezession“ im Baustoffsektor. Zwar sind staatliche Mittel für die Infrastruktur bereitgestellt worden, doch deren Wirkung lässt bisher auf sich warten. Analysten erwarten, dass die Bautätigkeit in der zweiten Jahreshälfte wieder anzieht, sobald die bereitgestellten Gelder zu wirken beginnen. Bis dahin kämpft die Branche weiter mit historisch niedriger Nachfrage und Produktion. Der Zementverbrauch und die Projektstarts verharren auf einem besorgniserregend niedrigen Niveau.

Quelle