29 April 2026, 16:34

Dorns Steuerreform: Wer zählt künftig zur Mittelschicht – und wer nicht?

Eine Europakarte mit Farben, die die Spitzensätze der Einkommensteuer in jedem Land anzeigen, mit der Überschrift "Spitzensätze der Einkommensteuer in Europa."

Dorns Steuerreform: Wer zählt künftig zur Mittelschicht – und wer nicht?

Florian Dorn, Politiker der CSU, hat seine geplanten Steuerreformen für Besserverdiener verteidigt. Sein Vorschlag sieht vor, die Grenze für den Spitzensteuersatz zu senken – und löst damit eine Debatte mit den Oppositionsparteien aus. Dorn betont, die Anpassungen würden besser widerspiegeln, wer heute zur Mittelschicht gehört.

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Dorn will den Spitzensteuersatz erhöhen und ihn früher greifen lassen – ab 210.000 Euro statt wie bisher ab 278.000 Euro. Er argumentiert, diese Verschiebung schaffe ein gerechteres System, da die obersten zehn Prozent der Verdienenden bereits fast 60 Prozent aller Steuern aufbrächten.

Der Politiker wies auch Kritik der SPD zurück. Gegner werfen ihm vor, seine Pläne kämen vor allem Wohlhabenden zugute. Dorn hingegen besteht darauf, dass sich die Mittelschicht heute weiter nach oben erstrecke – selbst die reichsten fünf Prozent der Verdienenden könnten seiner Meinung nach noch dazu zählen.

Besonders unter die Lupe genommen werden seine Steuerentlastungen für Besserverdiener. Dennoch hält Dorn die Änderungen für notwendig, um veraltete Einkommensklassifizierungen zu korrigieren.

Die geplante Reform würde die Schwelle für den Höchststeuersatz um fast 70.000 Euro senken. Sollte sie umgesetzt werden, würde sie neu definieren, wer in Deutschland als Spitzenverdiener gilt. Dorns Haltung deutet darauf hin, dass die Diskussion über Steuergerechtigkeit und die Grenzen der Mittelschicht weitergehen wird.

Quelle