Drei Bieter ringen um die Zukunft der Krankenhausversorgung am Bodensee
Marijan MangoldDrei Bieter ringen um die Zukunft der Krankenhausversorgung am Bodensee
Der Kreistag des Bodenseekreises strukturiert die Krankenhausversorgung in der gesamten Region neu. Drei Bieter haben kürzlich ihre Pläne zur Übernahme der medizinischen Versorgung im Landkreis vorgestellt – die endgültige Entscheidung soll im Mai fallen.
Am 24. Februar 2026 präsentierten die Oberschwabenklinik (OSK), die AMEOS Gruppe und die SRH Holding ihre Konzepte vor dem Gremium. Alle Angebote lagen der Aussage zufolge auf den Schwerpunkten Qualität, Nachhaltigkeit und finanzielle Planung, doch konkrete medizinische Ziele wurden nicht öffentlich genannt. Die Sitzung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Vertraulichkeit zu wahren.
Aktuell laufen weitere Gespräche, vor allem mit OSK und AMEOS, um zentrale Details zu klären. Eine zusätzliche nicht öffentliche Sitzung ist für den 29. April 2026 angesetzt, bevor die endgültige Wahl trifft.
Landrat Luca Wilhelm Prayon betonte die Notwendigkeit einer fundierten Entscheidung. Ziel des Verfahrens sei es, eine langfristige und hochwertige Krankenhausversorgung für die Region zu sichern. Der Kreistag wird zudem die finanziellen Auswirkungen abwägen, bevor ein Partner ausgewählt wird.
Die Bekanntgabe des ausgewählten Trägers erfolgt am 13. Mai 2026 in einer öffentlichen Kreistagssitzung. Anschließend werden die verbindlichen Versorgungsverträge mit den beiden verbleibenden Bietern finalisiert.
Die Entscheidung des Kreistags wird die Krankenhausversorgung im Bodenseekreis über Jahre prägen. Sobald der neue Träger feststeht, beginnt dieser mit der Umsetzung seiner medizinischen und finanziellen Pläne im vereinbarten Rahmen.






