Erfurt und Guy Montavon nähern sich einem außergerichtlichen Vergleich an
Marijan MangoldErfurt und Guy Montavon nähern sich einem außergerichtlichen Vergleich an
Ein außergerichtlicher Vergleich zwischen der Stadt Erfurt und Guy Montavon zeichnet sich nun ab. Der ehemalige Mitarbeiter war vor über zwei Jahren nach Vorwürfen wegen Fehlverhaltens fristlos entlassen worden. Aktuelle Verhandlungen haben beide Seiten einer Einigung ein Stück nähergebracht.
Die Entlassung Montavons Anfang 2022 folgte auf Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung. Diese Anschuldigungen wurden nie gerichtlich bewiesen, doch die Stadt führte später finanzielle Vergehen als Grund für die Kündigung an.
Schlichtungsgespräche Mitte März führten zu Verhandlungen über eine Vergleichssumme. Die vorgeschlagene Höhe liegt im mittleren sechsstelligen Bereich und soll vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken. Montavon brachte jedoch nach einer vorläufigen Einigung eine zusätzliche Forderung ein, was die Stadtverantwortlichen verärgert hat.
Letzten Donnerstag informierte Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) den Ältestenrat des Stadtrats über den Stand der Dinge. Laut den aktuellen Bedingungen könnte Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lassen. Wird der Vergleich im Mai finalisiert, wäre der Streit beigelegt. Scheitern die Verhandlungen, kommt der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht zur Verhandlung.
Ein Vergleich würde den langjährigen Rechtsstreit zwischen Montavon und der Stadt beenden. Bei einer Zustimmung würden weitere Gerichtsverfahren vermieden und eine finanzielle Entschädigung gezahlt. Das endgültige Ergebnis hängt jedoch von der abschließenden Zustimmung beider Seiten ab.






